Nach 16 Jahren ist der Traum von Menowin Fröhlich doch noch wahr geworden. Er siegte am Samstag (9. Mai 2026) beim Finale von "Deutschland sucht den Superstar" bei RTL. Kurz davor betonte ausgerechnet Juror Dieter Bohlen, dass der Titel der Show in seinen Augen eine Übertreibung ist.
Im Interview mit der Bild sagte das DSDS-Urgestein: Das Wort sei "ein bisschen zu hoch. Es muss ja nicht immer gleich ein Superstar gefunden werden. Wenn es ein Star wird, wären wir schon happy."
DSDS-Sieger reagiert auf Kritik an krimineller Vergangenheit
Der Blick auf die Statistik bestätigt den - nicht ganz überraschenden - Eindruck des jahrelangen Jurors. Seit dem Start im Jahr 2002 hat "Deutschland sucht den Superstar" viele Staffelsieger gefunden, aber keinen späteren echten Top-Namen der Musikbranche gekürt. Allerdings wurden einige DSDS-Teilnehmer gut bekannt - etwa Pietro Lombardi, die diesjährige ESC-Teilnehmerin Sarah Engels, Wincent Weiss und Beatrice Egli.
Menowin Fröhlich schaffte es 2005 in die Top 20, schied dann aber aus. 2010 kam Fröhlich ebenfalls ins Finale, wurde aber nur Zweiter. Als er anscheinend spontan beim Casting seiner Tochter vorsang, betonte Bohlen, wie wichtig Charaktere mit Geschichte oder in seinen Worten auch "Bekloppte" für die Sendung seien. Es wurde Kritik laut, dass Menowins Teilnahme Kalkül war. Die Spekulationen dementierte der bald neunfache Vater aus Würzburg.
Nach dem Sieg des 38-Jährigen mischen sich in sozialen Medien Freude und Kritik. Viele sprechen von einem stimmlich völlig verdienten Sieg, erinnern aber auch an die kriminelle Vergangenheit des Gewinners. Fröhlich stand mehrmals vor Gericht, unter anderem wegen Körperverletzung und Drogendelikten. Die kritischen Kommentare nimmt Fröhlich gelassen. "Ich akzeptiere jede Meinung, die die Menschen über mich haben. Ich kann das nicht ändern", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
100.000 Euro für Menowin Fröhlich - er teilt Plan
"Aber ich glaube, dass man vielleicht mal aufhören sollte, diesen ganzen Negativfilm zu fahren, und man von gewissen Dingen auch mal ablassen kann." Eine deutliche Mehrheit des TV-Publikums (laut RTL-Angaben 56,52 Prozent) wählte Fröhlich zum Gewinner - sehr zur Freude von Juryboss Dieter Bohlen.
"Ich wünsche Menowin, dass er, egal, was nach dem Finale passiert, stabil bleibt. Dass er nicht wieder, wenn es nach dem Gewinn des Titels bergab geht, in ein emotionales Chaos fällt", sagte der 72-Jährige der Bild-Zeitung. "Im Leben geht es bei jedem auf und ab, aber wenn man unten ist, muss man kämpfen."
Durch seinen Showgewinn hat Fröhlich einen Plattenvertrag und 100.000 Euro in der Tasche. Was er damit machen will? "Erstmal einen schönen Ausflug mit der Familie, die ist ja groß genug", sagte der bald neunmalige Vater.