Am Samstag (9. Mai um 20.15 Uhr) wird RTL zum 22. Mal seinen "Superstar" küren. Und ein Finalist hat in den vergangenen Wochen für reichlich Schlagzeilen gesorgt. Menowin Fröhlich hat bereits zweimal bei der Show von Dieter Bohlen mitgemacht: Im Jahr 2005 schafft er es unter die besten 20 Teilnehmer, scheidet dann aber aus. Der Grund: Er muss ins Gefängnis, weil er gefährliche Körperverletzung und Betrug begangen hat.
Im Jahr 2010 gelangt Fröhlich sogar ins Finale. Dort entscheidet das Publikum dann jedoch - zur Überraschung vieler - für Mehrzad Marashi. Die Zeitung Bild hatte dazu aufgerufen, Fröhlich wegen seiner Vergangenheit nicht zu wählen. Doch während der Gewinner in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird, kommt der Zweitplatzierte nie ganz raus aus den Schlagzeilen. Es folgen Berichte über Drogenprobleme und gerichtliche Konflikte sowie Auftritte in Reality-Shows wie "Promi Big Brother". Nur mit der Musik geht es nicht voran. Das soll sich jetzt im DSDS‑Finale ändern. Wie es dazu kam, wirft allerdings Fragen auf.
Wie spontan ist Menowins Auftritt beim "DSDS"-Casting?
Denn der Skandalsänger taucht offenbar nur bei den diesjährigen Castings auf, um seine 17-jährige Tochter Jiepen zu begleiten. Doch ihr Gesang überzeugt die Jury um "DSDS"-Ikone Dieter Bohlen, Ballermann-Sängerin Isi Glück und Rapper Bushido nicht. Als die Teenagerin von ihrem berühmten Vater berichtet, wirkt Bohlen überrascht. Er ruft Fröhlich ins Studio, fordert ihn auf, zu singen und der schmettert wie auf Kommando "I Just Called To Say I Love You" von Stevie Wonder - so wie bei den damaligen Castings.
"Würdest du denn wieder mitmachen?", fragt Bohlen den verdutzt wirkenden Sänger. Nach einer kurzen Bedenkzeit sagt er: "Ich würde es machen" und bekommt prompt den "Recall"-Zettel von Bohlen für die nächste Runde. Das löste Regelbruch-Vorwürfe gegen den Juror aus. Seitdem fragen sich Zuschauerinnen und Zuschauer, wie spontan oder geplant die Szene war. Auch Ex-Sieger Pietro Lombardi und Entertainer Oliver Pocher hegten in ihrem gemeinsamen Podcast Zweifel. "Es gibt ja ein ganz klares Briefing. Jeder weiß ja, wer da auftaucht. Alle wissen, dass das die Tochter von Menowin ist", erklärte Pocher.
Fröhlich bestreitet gegenüber der Deutschen Presse-Agentur jegliche Absprachen: "Ich war da in erster Linie als Vater. Dass sich daraus so etwas entwickelt, war nicht geplant. Aber manchmal entstehen die wichtigsten Dinge im Leben genau dann, wenn man sie nicht kontrolliert."
"Kann ich nachvollziehen": Isi Glück über Zuschauer-Verwirrung
Ob spontan oder geplant: Die erneute Teilnahme des Enfant Terrible der Show hilft den Machern für die mediale Aufmerksamkeit enorm. Das erkannte auch TV-Dino Bohlen bei der Aufzeichnung der Castingfolge: "Da haben wir natürlich einen absoluten Aufreger: Menowin is back". Die Quoten der aktuellen Staffel sind nach zuletzt schwachen Jahren wieder ordentlich.
Mit Fröhlich setzt der Show-Dauerbrenner auf eine Story, die sich fast von allein erzählt: der gefallene Star, der lange mit sich selbst kämpft und noch einmal aufsteht. Dschungelkönig Gil Ofarim lässt grüßen. Der RTL-Unterhaltungschef sagte damals, der umstrittene Musiker sei ein "toller Name" für den Sender.
"Ich kann nachvollziehen, dass viele Menschen verwirrt waren, als Menowin wieder dabei war", sagte Jurorin Glück der dpa. "Aber ich finde, er ist eine absolute Bereicherung für die Sendung." Der Musiker selbst kann die Diskussion um seine Person ebenfalls nachvollziehen. "Das gehört auch dazu. Aber ich kann für mich sagen: Ich bin hier mit Respekt vor der Show und vor allen anderen Kandidaten."
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