• Planetenkiller rast auf die Erde zu: Was bedeutet das für die Menschheit?
  • Wissenschaftler berechnen Überlebenschancen - und geben Entwarnung
  • Ein Einschlag ist aus vielen Gründen unwahrscheinlich - aber nicht unmöglich
  • Dieses Szenario könnte sich laut US-Forschern tatsächlich abspielen

Wer zuletzt den Netflix-Quotenhit "Don't look up" gesehen hat, weiß wie das Szenario ablaufen könnte: Ein riesiger Asteroid rast auf unsere Erde zu - und schlägt ein. So ein Geschehen ist zwar unwahrscheinlich, aber es ist nicht unmöglich.  Was würde passieren, wenn sich ein echter Planetenkiller auf Kurs in Richtung Erde befinden würde? Gäbe es eine reale Chance, dass die Menschheit einen Einschlag überleben könnte? Die Forscher Philip Lubin und Alexander Cohen von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara haben sich jetzt mit diesem Szenario auseinandergesetzt und die Überlebenschancen von uns Menschen berechnet.

Die Ausgangslage: Ein Komet mit 10 Kilometern Durchmesser rast auf den Planeten Erde zu 

"In diesem Paper konzentrieren wir uns auf eine hypothetische Bedrohung durch einen großen Asteroiden oder Kometen mit einer sehr kurzen Warnzeit, die existenzielle Konsequenzen für das Leben auf der Erde, speziell die Menschheit hätte", schreiben die Forscher Philip Lubin und Alexander Cohen von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara. "Ein solches Ereignis wird oft als ‚Planetenkiller‘ bezeichnet."

Aspekte wie Orbitaldynamiken haben die Forscher dabei bewusst außen vor gelassen, es geht ihnen nur um den Asteroiden und wie man ihn abwehren kann, wenn er in 6 Monaten auf der Erde einschlagen sollte. Im Gegensatz zu Einschlägen von kleineren Asteroiden ist ein "Planetenkiller" laut Forschern extrem selten. Etwa alle 100 Millionen Jahre komme ein solcher Einschlag vor, zeigen die Forscher in ihrer Studie.

Beruhigend ist vor allem eine Erkenntnis der Wissenschaftler: Die Menschheit habe eine technologische Schwelle überschritten, die uns davor bewahren könnte, den Weg der Dinosaurier zu gehen. Genau wie der Asteroid, der vor etwa 66 Millionen Jahren die Dinosaurier auslöschte, würde der hypothetische Planetenkiller die Menschheit und alles, was an der Erdoberfläche lebt, mit seinem Einschlag ausradieren - aber der Unterschied ist: Wir haben heute viele technische und wissenschaftliche Möglichkeiten rechtzeitig zu handeln.

Studie zeigt: Diese Methoden könnten den Einschlag des Planetenkillers aufhalten

Die Wissenschaftler schauen sich in ihrer Studie verschiedene dieser Möglichkeiten genauer an und berechnen, wie man einen potenziellen Planetenkiller aufhalten könnte. Eine Methode sticht dabei eindeutig als Favorit hervor: die "Pulverize It"-Methode. Eine Reihe von nuklearen Sprengkörpern "pulverisiert" den Asteroiden – und zwar so, dass die meisten der Fragmente die Erde verfehlen.

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Und dieses Verfehlen ist offenbar besonders wichtig, um die Menschheit zu retten. Würden alle Fragmente des Asteroiden die Erde treffen, hätte das laut Forscher verheerende Folgen. Die Temperatur auf der Erde würde dadurch – wie bei dem Asteroiden, der die Dinosaurier ausgelöscht hat – um 300 Grad steigen und alles Leben an der Oberfläche auslöschen. Es gäbe aber laut der Wissenschaftler dennoch eine Möglichkeit, wie die Menschheit einen Einschlag überleben könnte: Nämlich indem wir uns unter die Erde zurückziehen. Aber: "Die Schäden am Oberflächen-Ökosystem der Erde wären katastrophal."

Die Autoren des Studien-Papers ziehen ein Fazit: "Der Sinn dieses Papers war es, zu zeigen, dass wir auch in Fällen mit extrem kurzer Vorwarnzeit reagieren können, wenn wir vorbereitet sind", heißt es darin. Die Menschheit könne verhindern, den Weg der Dinosaurier zu gehen. 

Entwarnung von Seiten der Wissenschaftler: Wirklich gefährliche Asteroiden werden frühzeitig entdeckt

Zum Schluss geben Lubin und Cohen noch eine Entwarnung: Dass ein gefährlicher Himmelskörper wie im Netflix-Film erst 6 Monate vor Einschlag auf der Erde entdeckt werden würde, sei extrem unwahrscheinlich angesichts der Fähigkeiten der Wissenschaft heutzutage, große Objekte zu verfolgen und ihre Umlaufbahnen genauestens zu berechnen.

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