Wer Ketchup kauft, kauft nicht selten die Katze im Sack. Denn bei der fruchtigen Würzsoße muss man so Einiges beachten, um wirklich ein Produkt voller sonnenreifer Tomaten zu erwischen. Die Verbraucherzentrale NRW hat sich damit auseinandergesetzt und klärt auf, worauf man auf jeden Fall achten sollte.

Ketchup schmeckt zu Fleisch, Pommes  oder zur Bratwurst - doch Vorsicht: Wenn auf der Flasche nur "Ketchup" steht, dann dürfte man die enthaltenen Tomaten eher an einer Hand abzählen können. "Im Deutschen Lebensmittelbuch wird nur für Produkte, die als 'Tomatenketchup' bezeichnet werden, eine Mindestmenge von sechs Prozent Tomatentrockenmasse definiert", so die Verbraucherzentrale. 

Ketchup ist nicht gleich Ketchup - Verbraucherzentrale mit wichtigem Hinweis

Eine Sache darf man aber beim Ketchup nicht vergessen: In Ketchup steckt jede Menge Zucker und Salz. Laut dem Portal Verbraucherfenster der hessischen Landesregierung stecken in einem Klacks Ketchup bis zu 20 Gramm Zucker - das entspricht ungefähr einem halben bis ganzen Teelöffel. Außerdem muss man mit einem Anteil von rund 0,3 Gramm Salz rechnen, das wäre eine ganze Prise pro Ketchup-Ladung. Übrigens - viele lagern Ketchup daheim falsch.

Im Gegensatz zum Tomatenketchup ist eine weitere als "Ketchup" bezeichnete Würzsoße viel lockerer reglementiert. "Für Gewürzketchup wird hingegen keine Mindestmenge an Tomaten festgelegt, da nicht alle Produkte in den Leitsätzen für Lebensmittel abgebildet werden", so die Verbraucherzentrale mit dem Hinweis, dass der Tomaten-Anteil in Curry-Ketchup und Co. deutlich geringer ausfällt.

Dafür stecken im Gewürzketchup jede Menge anderer Inhaltsstoffe: "Oft sind dann beispielsweise mehr Zucker oder Süßungsmittel in diesen Produkten enthalten", erklärt Ernährungsexpertin Antonia Brandstädter von der Verbraucherzentrale NRW. Verbraucher, die bewusst auf Zucker verzichten, sollten bei solchen Produkten deshalb genauer auf die Zutatenliste schauen.