Herkömmliche Armbanduhren werden gerne getragen. Noch haben Smartwatches ihren Vorgängern den Rang nicht abgelaufen. Allerdings haben die digitalen Modelle einige Zusatzfunktionen - wodurch Herzprobleme frühzeitig erkannt werden können.

Mit einigen Modellen lässt sich beispielsweise ein EKG anfertigen. Eine Smartwatch kann also in der Lage sein, die elektrische Aktivität des Herzens zu messen. Auch Herzrhythmusstörungen können von manchen Varianten erkannt werden. Nun haben Forscher sogar von einem speziellen Modell berichtet, das Herzdurchblutungsstörungen sichtbar machen soll. Viele Smartwatch-Modelle wurden übrigens 2019 von Stiftung Warentest analysiert - die Ergebnisse finden Sie hier.

Smartwatch-Modell kann möglicherweise Herzinfarkte verhindern

Dass Smartwatches Herzrhythmusstörungen entdecken können, ist schon länger bekannt. So zeigte eine Studie von Wissenschaftlern aus dem Jahr 2019, dass digitale Armbanduhren Probleme wie Vorhofflimmern erkennen und identifizieren können.

Ein Ärzteteam der Cardiopraxis Mainz sowie des Zentrums für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz machte nun eine bemerkenswerte Entdeckung: Ein bestimmtes Smartwatch-Modell soll in der Lage sein, Herzdurchblutungsstörungen erkennen zu lassen. In einer Mitteilung der Universitätsmedizin Mainz wird sogar davon gesprochen, dass diese Entdeckung weltweit Herzinfarkte verhindern könnte.

Konkret handelt es sich um den Fall einer 80-jährigen Patientin in Mainz. Die Frau wurde mit Brustschmerzen, einem unregelmäßigem Puls und dem Gefühl, in jedem Moment das Bewusstsein zu verlieren, von der Universitätsmedizin Mainz in Empfang genommen. Alle dieser Symptome deuten auf eine koronare Herzkrankheit hin - was die Gefahr eines Herzinfarkts erhöht.

Analyse von Apple Watch rettet 80-jährige Frau

Ein aufgezeichnetes EKG sowie eine Blutuntersuchung blieben jedoch folgenlos. Jedoch hatte die Frau zuvor mit ihrer Apple Watch EKG-Aufzeichnungen gespeichert und diese den Medizinern gezeigt. Dabei wurden deutliche Hinweise auf eine schwere und akute Herzdurchblutungsstörung gefunden. Daraufhin wurde die Patientin umgehend mit einem Herzkatheter untersucht, wodurch sich der Verdacht einer koronaren Herzkrankheit bestätigte. Dank der richtigen und schnell eingeleiteten Maßnahmen konnte die Frau zwei Tage später beschwerdefrei entlassen werden.


Der digitale Diagnosehelfer kann Leben retten: Die Apple Watch

Die Mediziner sind sich aufgrund der neuen Erkenntnisse einig: Diese Entdeckung könnte Leben retten. Wurden Smartwatches bislang in medizinischer Hinsicht vor allem für die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen genutzt, so ist die Apple Watch möglicherweise in der Lage, flächendeckend wichtige Analysen zu liefern und somit Herzinfarkte rechtzeitig zu verhindern.

"Wenn man bedenkt, dass Millionen Menschen eine solche Uhr tragen, ist unsere Beobachtung dann schon sensationell", erklärt Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel vom Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz.

Es gehe nun darum, diese Erkenntnisse mit der Welt zu teilen. Die EKG-App  der Apple Watch könne auch zur Erkennung von Herzdurchblutungsstörungen eingesetzt werden. "Der Fall zeigt, dass die Digitalisierung in der Medizintechnik nicht mehr aufzuhalten ist. Jetzt geht es darum, sie möglichst sicher und effizient für die Zukunft und die Patienten zu gestalten. Bei entsprechender Anwendung können digitale Diagnosehelfer wie im Fall der 80-jährigen Patientin Leben retten", so PD Dr. Christian Elsner, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz.

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