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Vorsicht, Milchshakes: Verbraucherschutz warnt vor gefährlichen Keimen

Milchshakes zählen im Sommer zu den beliebtesten Getränken. Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt nun aber vor gefährlichen Keimen, die in der eiskalten Erfrischung gefunden wurden.

Milchshakes zählen gerade im Sommer zu den beliebtesten Erfrischungen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt aber nun vor den Kaltgetränken. Wie idw-online.de berichtet, sind es gerade die Herstellung und die falsche Lagerung, die für die Bildung von Mikroorganismen verantwortlich sind und die einem schnell auf den Magen schlagen können.

Keime und Bakterien kommen häufig in Milchshakes vor

Bei Untersuchungen der BVL wurden in selbstgemachten Milchshakes große Mengen an sogenannten Enterobakterien (zum Beispiel Escherichia coli, abgekürzt E. coli) nachgewiesen. Das Bakterium wird immer wieder mit Infektionen und schweren Darmerkrankungen in Verbindung gebracht. Außerdem wurden Hefepilze in den Shakes nachgewiesen. Beides ist auf mangelnde Hygiene bei der Herstellung zurückzuführen. Zudem fand man Keime wie Listerien und Bacillus cereus, wenn auch nur in geringen Mengen. Lesen Sie hier, wie gefährlich Listerien wirklich sind. 

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2018 wurden infolge einer bundesweiten Kontrolle Milchshakes aus eigener Herstellung auf ihre mikrobiologische Beschaffenheit untersucht. Insgesamt wurden hier 768 Shakes getestet. Am häufigsten fand man damals Spuren von Hefepilzen. Außerdem enthielt fast jede fünfte Probe ebenfalls Enterobakterien. Neben den Hygienemängeln hinsichtlich der Herstellung und der Lagerung war die Anzahl der E. coli Bakterien sogar oberhalb des Warnwertes. Darüber hinaus wurden neben den E. coli Bakterien auch bereits 2018 der gefährliche Krankheitskeim Bacilleus cereus in den Shakes nachgewiesen. Auch hier wurde ein Warnwert überschritten. Der Keim ist für eine Vielzahl von Magen-Darm-Krankheiten verantwortlich und birgt schwere gesundheitliche Risiken. 

Die Zubereitung macht den Unterschied

Gegen ein Milchshake aus eigener Herstellung spricht in erster Linie nichts. Allerdings ist die Zubereitung entscheidend. Hier sollte in jedem Fall auf frische Lebensmittel geachtet werden. Da die meisten der Verunreinigungen entweder auf eine mangelnde Hygiene oder auf die falsche Lagerung zurückzuführen sind, sind Anbieter in der Verantwortung, dem nachzukommen. Konsumenten muss klar sein, dass ein einzelner Milchshake, der eine Verunreinigung in Form von Keimen oder Bakterien aufweist, bereis negative Folgen haben kann.

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