Sie konservieren Fleisch- und Wurstwaren, Fischkonserven und Backwaren, stabilisieren und verdicken Milchprodukte, bewahren die Farbe von Cola und verhindern das Verklumpen von Puddingpulver und Babybrei - Phosphate sind vielseitig einsetzbar.
Vor allem Nierenpatienten sollten auf eine phosphatarme Ernährung setzen, denn zu viel Phosphat stellt für sie ein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. Doch auch gesunde Menschen sollten die Aufnahme von zu viel Phosphat vermeiden. Herzinfarkt oder Schlaganfall könnten die Folge sein.
Natürliche Phosphate: lebenswichtige Stoffe für den Körper
Phosphate kommen in natürlicher Form in fast allen Lebensmitteln vor und sind laut Apothekenumschau weder schädlich noch giftig. Ganz im Gegenteil: Sie sind Energieträger, ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen und zum großen Teil in den Knochen angelegt. In natürlicher Form ist der Stoff stark an tierische oder pflanzliche Eiweiße gebunden.
Natürliches Phosphat ist beispielsweise in Vollkornbrot, Eigelb, Fleisch und Nüssen enthalten. Ohne das Mineral würden unsere Muskeln zugrunde gehen. Aus pflanzlichen Nahrungsmitteln nimmt der Körper Phosphate nur zu 50 Prozent auf, aus tierischem Eiweiß zu 70 Prozent.
Problematisch wird es bei künstlichen Phosphaten. Diese sind meistens frei löslich und werden in der Regel vollständig aufgenommen. Mit verarbeiteten Fertiglebensmitteln wird dem Körper erheblich geschadet.
Diese Lebensmittel können durch phosphatärmere Produkte ersetzt werden
Grundsätzlich raten Experten Gesunden, wie auch Nierenkranken vor allem frische Lebensmittel, anstelle von Fertiggerichten einzukaufen. Geschmacksverstärker, Käse, Wurstwaren und Backpulver sollten daher so gut es geht vermieden werden.
Viele phosphatreiche Lebensmittel lassen sich einfach durch phosphatärmere Produkte ersetzen:
- statt Emmentaler-Scheibletten Brie oder Frischkäse verwenden
- statt Milch Sahne mit Wasser verdünnen
- Weißbrot statt Vollkornbrot
- Limonade und Wein statt Bier und Cola
- Salzstangen statt Erdnüsse
- Cornflakes statt Müsli
Dass für Phosphate in Nahrungsergänzungsmittel bislang keine Grenzwerte gelten, kritisiert das Bundesinstitut für Risikobewertung. Hersteller setzen den Präparaten Mineralstoffe in Form von Phosphorsalzen wie Kalzium- und Kaliumphosphat zu, weil der Körper reines Kalzium und Kalium gar nicht aufnehmen könnte.