Der Zahn ist kaputt und es muss eine Krone, ein Implantat oder eine Brücke her? Das kann schnell mal sehr teuer werden. Vor allem, wenn man zahnärztliche Leistungen beziehen muss, die über die Regelversorgung hinaus gehen. Für solche Fälle empfiehlt sich häufig eine Zahnzusatzversicherung, mit der Sie durchaus bares Geld sparen können. 

Stiftung Warentest hat 249 Zahnzusatzversicherungen getestet und ist zu einem sehr positiven Ergebnis gekommen: 88 der getesteten Versicherungen schneiden mit der Bewertung "sehr gut" ab. Wir haben die Testsieger für Sie und klären Sie über alle Fakten rund um die Zahnzusatzversicherung auf. 

Für wen lohnt sich der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung?

Wenn Ihnen die Regelversorgung, die Sie durch Ihre Krankenkasse bekommen, nicht reicht, sollten Sie sich überlegen, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Beispielsweise, wenn Sie anstatt einer Metallkrone lieber eine zahnfarbene Krone aus Keramik haben möchten.

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In welchem Alter lohnt es sich noch, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen? Es lohnt sich, wenn es Ihren Zähnen noch gut geht. Sind bereits Schäden vorhanden, weigern sich die Versicherer meistens, dafür aufzukommen. Als bestes Alter, um eine solche Versicherung abzuschließen, gilt Mitte 30 bis Anfang 40, da ab diesem Alter statistisch gesehen wahrscheinlicher Schäden an den Zähnen auftreten. Zu jung sollte man sich jedoch keine Zahnzusatzversicherung zulegen, denn das ist unrentabel, da zu viele Jahre eingezahlt wird. 

Kosten der Zahnzusatzversicherung

Zwei Arten von Beiträgen: Es gibt zwei Möglichkeiten, wie die Versicherer die Beiträge für eine Zahnzusatzversicherung berechnen können: Zum einen nach Art der Lebensversicherung, wobei man einen konstanten Beitrag leisten muss, oder nach Art der Schadenversicherung. Hierbei steigen die Beitragskosten mit zunehmendem Alter. Bei den Beiträgen nach Art der Lebensversicherung richtet sich die Höhe des Beitrags nach dem Alter des Versicherten bei Vertragsabschluss. Bei Beiträgen nach Art der Schadensversicherung verändert sich die Beitragshöhe mit steigendem Alter des Versicherten. 

Zahnzusatzversicherung für Menschen mit wenig Geld: Für Menschen, die dauerhaft wenig Geld zur Verfügung haben, lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung eher weniger. Allerdings können diese einen Antrag auf einen höheren Festzuschuss bei ihrer Krankenkasse stellen. Eventuell übernimmt die Krankenkasse dann aufgrund der Härtefallregelung alle Kosten für die Behandlung. Bei einer Härtefallregelung zählt das laufende Haushaltseinkommen.

Vorschäden am Zahn: Das bringt Ihnen die Zahnzusatzversicherung noch

Mehrere Zähne fehlen - kann ich noch eine Zahnzusatzversicherung abschließen? Wenn die Lücke durch eine Brücke, durch ein Implantat oder durch eine Krone geschlossen ist, wird sie von Versicherer-Seite nicht mehr als fehlender Zahn betrachtet und es ist üblicherweise kein Problem, eine Zusatzversicherung abzuschließen.

Versicherer bezahlt noch wenn ich schon in Behandlung bin - wie seriös ist das? Die Zahnzusatzversicherung von ERGO Direkt beispielsweise zahlt noch bis zu sechs Monate, nachdem die Behandlung bereits begonnen wurde. Die volle Leistung bekommt man allerdings nicht: Ergo kommt lediglich für das Doppelte der Regelversorgung Ihrer Krankenversicherung auf. Und dabei sind die Beiträge recht hoch. Versicherte ab 21 Jahren zahlen im Schnitt 34 Euro pro Monat bei einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten - hier sollte man abwägen, was an den Zähnen gemacht werden muss. Ansonsten läuft man Gefahr, mehr zu bezahlen, als man bekommt. 

Zahnzusatzversicherungen im Test bei Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 249 private Zahnzusatzversicherungen unter die Lupe genommen. Bewertet wurden die Leistungen für Zahnersatz. Darunter fallen die Regelversorgung, privat zu zahlender Zahnersatz, Inlays und Implantate. Außerdem relevant: Welche jährlichen Obergrenzen gelten für die Tarifleistungen? 88 der getesteten Zahnzusatzversicherungen schlossen mit der Bestnote "sehr gut" ab. Wir stellen Ihnen drei der Testsieger vor.

"Mehr Zahn 100" bei Barmenia

Die Zahnzusatzversicherung "Mehr Zahn 100" des Versicherers Barmenia punktet in allen getesteten Bereichen. Der Durchschnittsbeitrag den die 43 bis 73-Jährigen monatlich entrichten müssen, liegt bei maximal 51 Euro. Damit ist diese Versicherung die günstigste unter den mit "sehr gut" bewerteten Versicherungen.

  • Gesamturteil: sehr gut (0,5)
  • Regelversorgung: sehr gut (0,5)
  • Privatversorgung (ohne Inlays und Implantate): sehr gut (0,5)
  • Implantatversorgung: sehr gut (0,5)
  • Inlays: sehr gut (0,5)
  • Jährliche Obergrenze für gesamte Tarifleistung: sehr gut (0,5)
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"Mehr Zahn 100 + Mehr Zahnvorsorge Bonus" bei Barmenia

Auch mit der Zahnzusatzversicherung "Mehr Zahn 100+ Mehr Zahnvorsorge Bonus" von Barmenia müssen Sie sich keine Sorgen um Ihre Zähne und um Ihren Geldbeutel machen. Der Durchschnittsbeitrag für die 43 bis 73-Jährigen liegt bei maximal 60 Euro im Monat.

  • Gesamturteil: sehr gut (0,5)
  • Regelversorgung: sehr gut (0,5)
  • Privatversorgung (ohne Inlays und Implantate): sehr gut (0,5)
  • Implantatversorgung: sehr gut (0,5)
  • Inlays: sehr gut (0,5)
  • Jährliche Obergrenze für gesamte Tarifleistung: sehr gut (0,5)
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"Zahn Prestige" bei Bayerische

Die Zahnzusatzversicherung Zahn Prestige der Bayerischen führt ebenso die Besten Versicherungen an. Der durchschnittliche Monatsbeitrag für 43 bis 73-Jährige beträgt maximal 58 Euro.

  • Gesamturteil: sehr gut (0,5)
  • Regelversorgung: sehr gut (0,5)
  • Privatversorgung (ohne Inlays und Implantate): sehr gut (0,5)
  • Implantatversorgung: sehr gut (0,5)
  • Inlays: sehr gut (0,5)
  • Jährliche Obergrenze für gesamte Tarifleistung: sehr gut (0,5)
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Fazit: Unter der Vielzahl an Zahnzusatzversicherungen ist sicherlich für jeden etwas dabei. Besonders erfreulich ist, dass so viele Versicherungen mit "sehr gut" abgeschlossen haben. Erstaunlich ist, dass es sogar Versicherer gibt, bei denen noch ein Vertrag abgeschlossen werden kann, wenn der Schaden bereits vorliegt.

Den kompletten Test finden Sie kostenpflichtig auf der offiziellen Website von Stiftung Warentest.

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