Die erste Vorsitzende des Tierschutzhofes Rhön-Grabfeld in Großeibstadt, Franziska Dorsch, machte am vergangenen Donnerstag (16. Juli 2026) eine schockierende Entdeckung. Auf der Pferdekoppel des Geländes lag eine tote Katze. Für sie hängt der Fall mit dem Verschwinden mehrerer Katzen in der letzten Zeit zusammen. Im Tierheim Nürnberg ereignete sich kürzlich ein barbarischer Vorfall, der ebenfalls eine Katze involvierte. Diese wurde bei Unwetter einfach vor der Einrichtung ausgesetzt.

Seit Oktober 2025 verschwinden in Großeibstadt immer wieder Katzen, erklärt sie gegenüber inFranken.de. Von fast allen Tieren fehlt bislang jede Spur, nur eine kehrte zu dem Tierschutzhof zurück – allerdings in schockierendem Zustand: "Sie kam mit einer halb abgetrennten Pfote wieder, wahrscheinlich durch eine Falle". Nach dem Vorfall am Donnerstag wendete sich die Tierschützerin an die Polizei. 

Tote Katze über Gartenzaun geworfen: "Macht einen wütend und traurig"

Die tot aufgefundene Katze sei zum Fressen öfter auf dem Tierschutzhof gewesen. Als sie am 4. Juli 2026 spurlos verschwand, machte sich Dorsch bereits Sorgen. Auf Facebook schreibt sie schließlich: "Am 16.7. wurde die Katze tot aufgefunden – über unseren Gartenzaun geworfen". Sie erinnere sich, dass sie noch 15 Minuten vorher an der Stelle vorbeigelaufen war, an der sie das Tier dann entdeckte: "Das war ganz schlimm". Da sich das Tier zu dem Zeitpunkt nicht mehr in der Leichenstarre befand, war es wahrscheinlich bereits seit mehr als 24 Stunden tot, erklärt Dorsch. Das Verschwinden sowie der Anblick der verletzten und toten Katze machen der Vorsitzenden des Hofes zu schaffen.

"Die Tiere sind teilweise schon so lange bei uns, die sind wie Familienmitglieder. Das macht einen wütend und traurig", schildert sie. Obendrein verängstigt sie die aktuelle Situation. Dorsch traue sich aktuell nicht, neue Katzen nach draußen zu lassen, aus Sorge, sie könnten ebenfalls verschwinden: "Das tut weh, denn eigentlich müssen sie ja raus, aber es geht nicht anders. Ich will das nicht verantworten, da viele Tiere mit dem Wissen in unsere Obhut gegeben wurden, dass es ihnen hier gut geht". 

Als Franziska Dorsch sich wegen der Vorfälle an das Veterinäramt wandte, verwies sie dieses an die Polizei. Sie schilderte den Beamten daraufhin den Sachverhalt, ist jedoch besorgt, dass nicht geholfen werden kann.

Im Gespräch mit inFranken.de erklärt die Polizei Bad Köngishofen: "Wir wissen von dem Vorfall, nehmen die Sache ernst und ermitteln auch". Zum aktuellen Zeitpunkt wisse man auf der Behörde jedoch auch nicht mehr, als das, was aktuell bekannt ist.

Das Tierheim Würzburg rettete in jüngster Vergangenheit 24 Katzen aus erbärmlichen Verhältnissen. Selbst die erfahrenen Mitarbeiter seien von den Zuständen erschüttert gewesen.