Ein aufwühlendes neues Kapitel begann in der zweiten Juniwoche für das Tierheim Würzburg mit dem Anruf eines älteren Herrn. Ihm zufolge war seine Schwester gestorben und er kümmere sich nun um den Nachlass, wie die Tierschützer berichten.
Auf dem Grundstück der Schwester befänden sich zahlreiche Katzen, gab er an. "Die Rede war von etwa 16 bis 18 Katzen", schildert das Team. Doch es waren mehr.
"Ganzes Leben eingesperrt": Tierheim Würzburg macht traurige Entdeckungen
Sofort habe man im Tierheim mit den Vorbereitungen begonnen. Laut den Schilderungen der Tierschützer wurde drei Tage lang die Quarantänestation geräumt, gereinigt und desinfiziert, um den Tieren einen sicheren Platz bieten zu können. Am 10. Juni erfolgte dann die Rettungsaktion. "Was wir dort vorfanden, hat selbst unsere erfahrenen Mitarbeiter zutiefst erschüttert", heißt es.
Unsere Top-Nachrichten des Tages für deinen schnellen Überblick am Abend.
Vor Ort bot sich den Helfern ein Bild des Grauens. Ein Teil der Katzen lebte verwildert und verängstigt in einem ehemaligen Treibhaus, ohne Vertrauen in Menschen. Eine andere Gruppe hatte noch nicht einmal Kontakt zur Außenwelt: "Neun Katzen waren ihr ganzes Leben in einer Einliegerwohnung im Keller des Hauses eingesperrt - ohne frische Luft, ohne Rückzugsmöglichkeiten, ohne Katzenklos", berichtet das Tierheim-Team. Die Katzen ernährten sich wohl von dem, was sie fanden, so das Tierheim auf Nachfrage von inFranken.de. Auch in Bamberg gab es kürzlich einen grausamen Tierquäler-Fall.
Die Zustände, in denen die Katzen leben mussten, beschreiben die Würzburger Tierschützer drastisch: "Die gesamte Wohnung war mit Kot und Urin übersät. Der Gestank war kaum auszuhalten, er brannte in den Augen und man konnte kaum atmen." Nach Angaben der Tierschützer waren viele Tiere in sehr schlechtem Zustand: abgemagert, verstört und verängstigt. Manche hätten kaum noch Fell, viele wirkten stark unterernährt. Die Tiere müssten nun umfassend medizinisch betreut werden. Innerhalb einer Woche konnten 24 Katzen gesichert und ins Tierheim nach Würzburg gebracht werden.
Tierschützer vor finanziellen Herausforderungen - Hilferuf
Massenhafte Katzenhaltung gibt es auch in anderen fränkischen Regionen: Das Tierheim Erlangen befreite kürzlich ein halbes Dutzend Katzen aus einer Stadtwohnung. Nicht alle von den in Würzburg aufgenommenen Katzen überlebten. Ein gerade einmal vier Wochen altes Katzenbaby hat es laut dem Team nicht geschafft. Die Mutter sei deutlich zu schwach gewesen, um ihre Jungen zu versorgen. "Die drei überlebenden Kitten werden nun rund um die Uhr von unserem Team versorgt."
Alle zwei Stunden erhalten sie spezielle Aufzuchtsmilch. "Trotz ihres katastrophalen Zustands zeigen sie inzwischen erste Fortschritte und kämpfen sich Stück für Stück zurück ins Leben", schildert das Tierheim Würzburg. Für die Tiere beginne nun ein langer Weg - medizinische Versorgung, Impfungen, Kastrationen seien dringend erforderlich. "Vor allem aber müssen ihre seelischen Wunden heilen. Viele von ihnen haben nie erfahren, wie sich Sicherheit, Fürsorge oder Liebe anfühlen", so das Helferteam. Auch finanziell stelle der Einsatz das Tierheim vor große Herausforderungen.
Das Tierheim bittet daher um Unterstützung: Jede Spende könne dazu beitragen, den geretteten Katzen die Chance auf ein neues Leben zu geben. Wer helfen will, findet Informationen zu Spenden auf der Tierheim-Webseite. Auch Produkte aus der Amazon-Wunschliste sind willkommen. Weitere Nachrichten aus Würzburg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
Erfahre hier mehr über unsere KI-Richtlinien.