Wiesenttal
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Fränkische Schweiz: Museumsbahn rollt wieder durchs Wiesenttal - alle Infos zu Tickets und Fahrplan

Freunde und Fahrgäste der Museumsbahn im Wiesenttal dürfen sich freuen: Am 7. Juni starten die Fahrten mit den historischen Zügen zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle wieder. Tickets können nur online gebucht werden.
Die Museumsbahn fährt mit der Diesellok V60 unterhalb der Burgruine Neideck. Foto: Florian Fraaß

Die Museumsbahn im Wiesenttal startet am Sonntag, 7. Juni, in die Saison, Fahrkarten sind heuer ausschließlich online buchbar.

Falls Sie sich für einen Urlaub in der Fränkischen Schweiz interessieren, haben wir hier einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Dampfbahn in der Fränkischen Schweiz: Hygiene- und Abstandsregeln beachten

Nachdem in Bayern ab Ende Mai auch wieder Verkehre touristischer Bahnen zugelassen sind, hat die Dampfbahn Fränkische Schweiz e.V. (DFS) entschieden, den Museumsbahnverkehr auf der vereinseigenen Strecke zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle ab Sonntag, 7. Juni 2020, wieder aufzunehmen.

Freilich wird dies nur unter erheblichen Einschränkungen möglich sein, wie Stephan Schäff vom Vorstand der DFS betont.

"Die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln führt dazu, dass wir Fahrkarten ausschließlich online mit Sitzplatzreservierung verkaufen können. Lediglich Fahrkarten für eventuell verfügbare Restplätze können vor Ort, am Schalter im Bahnhof Ebermannstadt, erworben werden."

Museumsbahn im Wiesenttal: Fahrplan und Infos

  • Termine: Die Museumszüge fahren ab dem 7. Juni an allen Sonn- und Feiertagen nach festem Fahrplan.
  • Abfahrtszeiten: Die Bahnen fahren jeweils um 10.05 Uhr, 14.05 Uhr und 16.05 Uhr ab Ebermannstadt und um 11.05 Uhr, 15.05 Uhr und 17.05 Uhr ab Behringersmühle.
  • Karten: Weitere Informationen und den Link zum Online-Kauf der Fahrkarten finden sich auf der Homepage der DFS unter www.dampfbahn.net/fahrkarten.
  • Anschluss: In Ebermannstadt besteht Anschluss von und zu den Zügen des Nahverkehrs aus bzw. nach Forchheim.

Angesichts der andauernden Pandemie-Situation wird die DFS nur einen Bruchteil der Plätze des Museumszuges belegen. Das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung werde während der Fahrt zur Pflicht, so wie das auch im ÖPNV der Fall sei. "Das sind wir der Gesundheit unserer Fahrgäste und unseres ehrenamtlichen Personals schuldig", so der Schriftführer. Die in ihrer Freizeit tätigen Museumsbahner haben das Hygienekonzept beim Gesundheitsamt eingereicht.

"Wir hoffen natürlich, dass unsere Besucher Verständnis für die Einschränkungen haben", unterstreicht Schäff. "Wir bedauern selbst, dass wir in der gegenwärtigen Situation das Sitzplatzangebot im Zug reduzieren müssen, um die Mindestabstände sicherzustellen."

Diesellok macht den Anfang

An den ersten drei Betriebstagen, dem 7., 11. und 14. Juni, werden die Züge der Museumsbahn von einer historischen Diesellok bespannt. "Wir sind zwar von unserem Hygienekonzept überzeugt, wollen aber gleichwohl erst einmal Erfahrungen sammeln, denn wir sind alle - wie die Gesellschaft insgesamt - in dieser Ausnahmesituation auch Lernende. Die Chance zum Nachsteuern muss gegeben sein", so Stephan Schäff.

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Erstmals am Sonntag, 21. Juni wird damit in dieser Saison der Dampfzug im Wiesenttal verkehren. Aber auch da gilt: Fahrkarten sind nur online buchbar. Um Verständnis bitten die Dampfbahner auch, dass es an den Dampfzugbetriebstagen leider bis auf weiteres keine Bewirtung im Zug geben wird.

Immerhin konnte mittlerweile unter strikten Auflagen auch der Werkstattbetrieb der Museumsbahn wieder aufgenommen werden.

"Das ist eine zentrale Voraussetzung, um überhaupt fahren zu können", weiß Stephan Schäff. "Schließlich brauchen die historischen Fahrzeuge die laufenden Einsatz-Untersuchungen. Und weder eine Dampflok, noch eine historische Diesellok lassen sich mit einem Knopfdruck in Betrieb setzen". In der durch die Corona-Krise verlängerten Winterpause konnten im Übrigen bereits zwei Weichen in Ebermannstadt und Muggendorf sowie mehrere Bahnübergänge im Rahmen des Denkmalprojektes saniert werden. In Kürze werden Sanierungsmaßnahmen an drei Brücken hinzukommen. Die DFS dankt der Oberfrankenstiftung sowie der Bayerischen Landesstiftung für die Förderung dieser Maßnahmen.