Aufregung herrschte am Mittwochabend (6. Mai 2026) im Ebracher Gemeindeteil Eberau. Bei einer Baumaßnahme auf einem Acker trat eine etwa 70 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe zutage. In der Folge sperrten Einsatzkräfte für die Entschärfung einen Radius von 300 bis 350 Metern sowie Straßen ab. Laut einem Feuerwehrsprecher mussten 105 Menschen evakuiert werden.

Doch weder die Polizei noch das Landratsamt informierten zu dieser Zeit die Öffentlichkeit über eine Mitteilung. inFranken.de hat sich nach dem Grund erkundigt.

Polizei verweist auf Landratsamt Bamberg - Mitteilung erst am Tag nach Bombenfund

Im Gespräch verwies die Polizei Bamberg-Land am Donnerstagvormittag auf die Pressehoheit des Landratsamts bei derartigen Katastrophenschutz-Situationen. Demnach handelte es sich um einen Einsatz der Kommune, bei dem die Polizei unterstützte. Erst nach einer Beauftragung durch das Landratsamt hätte die Polizei die Bevölkerung informiert. Diese sei allerdings nicht erteilt worden, so der Sprecher.

Circa 90 Einsatzkräfte waren an der Einsatzstelle in Eberau.
News5/Ferdinand Merzbach

Zwar seien am Mittwochabend sowohl Bürgermeister als auch Landrat vor Ort gewesen, der Landratsamtsprecher habe von dem Bombenfund allerdings am Donnerstagmorgen erst erfahren, wie dieser inFranken.de erklärte. Er verfasste die Pressemitteilung somit erst am Tag nach der Entschärfung. "Normalerweise werden wir zeitgleich informiert", betont er.

Das Kommunikationsproblem wolle er noch genauer untersuchen. Gegenüber inFranken.de konnte der Sprecher dazu jedoch auch am frühen Donnerstagnachmittag keine näheren Angaben machen. Ein angekündigter Rückruf steht bislang nach wie vor aus (Stand: Freitag, 8. März, 15 Uhr). Weitere Nachrichten aus Bamberg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.