Am Mittwoch (6. Mai 2026) um 17.35 Uhr erhielt die Feuerwehr Landkreis Bamberg eine Alarmierung über eine gefundene Bombe im Ebracher Ortsteil Eberau. So berichtet es Sprecher Sebastian Pflaum der Nachrichtenagentur News5. "Der Markt Ebrach will hier eine Baumaßnahme durchführen. Der Bereich wurde im Zweiten Weltkrieg bombardiert", führt er fort.

Bei Sondierungsmaßnahmen wurde demnach die etwa 70 Kilogramm schwere Sprengbombe der Amerikaner in einem Acker entdeckt. Zahlreiche Menschen hielten sich an diesem Abend in dem betroffenen Gebiet auf.

Bombenentschärfung in Eberau - Straßensperrungen und Evakuierungen

"Gemeinde, Landratsamt, Feuerwehr und Sanitätseinsatzleitung richteten eine gemeinsame Einsatzleitung ein. Kreisbrandrat Thomas Renner informierte vor Ort auch Landrat Johannes Maciejonczyk und Bürgermeister Daniel Vinzenz", teilt das Landratsamt mit. Die Einsatzkräfte richteten einen Absperradius von etwa 300 bis 350 Metern ein. "Entsprechend mussten die angrenzenden Wohnhäuser evakuiert und die Straßen gesperrt werden", so Pflaum. Laut der Facebook-Seite "Blitzer - Bamberg und Landkreis" war die B22 zwischen Burgwindheim und Ebrach dicht.


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Nach Angaben der Feuerwehr mussten 105 Menschen den abgesperrten Bereich verlassen. "Betreut wurden 45 Personen im angrenzenden Fitnessstudio durch den Rettungsdienst", schildert der Feuerwehrsprecher den Vorgang weiter. Einheiten des Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Bevölkerungsschutz Oberfranken rückten mit drei Fahrzeugen für die Evakuierung aus, berichtet der Verein im Netz. Auch die Polizei unterstützte an der Einsatzstelle, wie ein Sprecher der Polizei Bamberg-Land inFranken.de erklärt.

Um circa 19.55 Uhr begann dann die Bombenentschärfung, die ohne Komplikationen eine halbe Stunde dauerte, informiert Sebastian Pflaum. Anschließend konnte die Bevölkerung in ihre Wohnungen zurückkehren. "In Summe waren circa 90 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle über alle Organisationen hinweg." Die Johanniter schreiben zum Schluss: "Vielen Dank an unsere Helfer für ihre Zeit und Engagement! Ebenso ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen vor Ort für die Zusammenarbeit."