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Weihnachten

Bamberg: So soll der Weihnachtsmarkt gerettet werden - SPD mit Vorschlag

Corona-bedingt mussten schon einige Weihnachtsmärkte in Franken abgesagt werden. Damit der Bamberger Weihnachtsmarkt trotz Pandemie stattfinden kann, hat sich die SPD etwas überlegt.
Der Weihnachtsmarkt in Bamberg ist noch nicht sicher: Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen findet die Veranstaltung wohl nicht statt - zumindest nicht so, wie man den Markt kennt. Symbolbild: Stadt Bamberg

"Wir schlagen vor, dass aus der gesamten Stadt ein einziger großer Weihnachtsmarkt wird", das schreibt die SPD-Stadtratsfraktion in einer Pressemitteilung.

Um den traditionellen Bamberger Weihnachtsmarkt zu erhalten, schlägt die SPD-Stadtratsfraktion nach Aussage ihres Fraktionsvorsitzenden Klaus Stieringer vor, alle letztjährigen Aussteller und Standbetreiber wieder einzuladen und auf das gesamte Stadtgebiet zu verteilen. Dabei sollen nach Ansicht Stieringers insbesondere die Bamberger Plätze der Stadtteile einbezogen werden.

Wirtschaftliche Bedeutung des Weihnachtsmarktes

"Der Weihnachtsmarkt hat nicht nur eine traditionelle, religiöse und historische Bedeutung, sondern sichert auch vielen Familien die wirtschaftliche Existenz", so Klaus Stieringer. Deshalb ist es, nach Ansicht der SPD-Stadtratsfraktion, unbedingt notwendig, die Tradition des Bamberger-Weihnachtsmarktes auch in diesem Jahr fortzuführen.

Nachdem andere Städte ihren Weihnachtsmarkt bereits abgesagt haben, macht sich innerhalb der SPD-Fraktion die Sorge breit, dass nach "Bamberg zaubert", dem Tucher Blues- & Jazzfestival und der Sandkerwa auch der traditionelle Bamberger Weihnachtsmarkt abgesagt werden soll. Eine Absage würde, nach Einschätzungen der SPD-Stadtratsfraktion, aber nicht nur die Standbetreiber, sondern die kommunale Wirtschaft insgesamt treffen.

"Der Bamberger Weihnachtsmarkt, dessen Ursprung bis ins 19. Jahrhundert zurückgeht, stellt als städtisches Event seit jeher einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Stadt Bamberg dar", so der finanzpolitische Sprecher Heinz Kuntke. Die SPD-Fraktion warnt deshalb davor, die sogenannten Multiplikatorenwirkungen zu unterschätzen. Denn, so Kuntke, es würden nicht nur die Einnahmen für die Stände selbst entfallen, sondern auch für die regionale Gastronomie, Hotellerie sowie für den bereits stark durch die Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogenen Einzelhandel. "Der Weihnachtsmarkt trägt zudem Jahr für Jahr zur touristischen Belebung der Stadt bei, ist kommunikativer Treff für Einheimische und Gäste und holt insbesondere jüngere Menschen aus der digitalen Welt mit ihren digitalen Einkaufsangeboten in die Welt des stationären Handels zurück", so Stieringer.

SPD fordert Corona-konformes Konzept

Die SPD-Fraktion hat die Verwaltung in einem Antrag aufgefordert, bis Ende September ein coronakonformes Veranstaltungskonzept für den Weihnachtsmarkt vorzulegen, um zumindest den letztjährigen Standbetreibern schnellstmögliche Planungssicherheit zu geben.

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"Bei dem Veranstaltungskonzept sollen neben den bisherigen Standbetreibern, dem Marktamt, der IG Fränkischer Märkte und dem Stadtmarketing Bamberg auch die Bürgervereine mit eingebunden werden", so Kuntke. Die dezentrale Organisation des Weihnachtsmarktes kann, nach Meinung der SPD-Stadtratsfraktion, sogar eine Chance sein, den festlichen Budenzauber dauerhaft in den Stadtteilen zu verankern.

"Wenn wir die Menschen vor dem Hintergrund der Pandemie nicht alle auf den Weihnachtsmarkt in die Fußgängerzone bringen können, bringen wir eben den Weihnachtsmarkt zu den Menschen in die Stadtteile", so Stieringer.