Glatteis und Berufsverkehr – diese Kombination sorgte am Montagmorgen, 19. Januar 2026, auf der Autobahn 42 bei Essen für einen folgenschweren Unfall. Auf einer vereisten Brücke über den Rhein-Herne-Kanal geriet ein Auto ins Schleudern, wodurch es zu einer Massenkarambolage mit 26 Fahrzeugen kam.
Die Bilanz: 25 Verletzte, fünf davon mussten ins Krankenhaus. Die Sperrung der Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Essen-Nord und Bottrop führte zu kilometerlangen Staus und einem Verkehrschaos.
Schwerer Unfall auf glatter A42: Massenkarambolage mit 26 Fahrzeugen
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf Polizeiangaben berichtet, ist es am Montagmorgen, 19. Januar 2026, auf der A42 bei Essen (Nordrhein-Westfalen) zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Auf einer Brücke über den Rhein-Herne-Kanal gerieten insgesamt 26 Fahrzeuge in eine Massenkarambolage. Ursache war Glatteis, das ein Auto zunächst ins Schleudern brachte, woraufhin zahlreiche weitere Fahrzeuge aufeinander auffuhren.
Laut ersten Erkenntnissen der Feuerwehr wurden bei dem Unfall 25 Menschen leicht verletzt. Fünf der Verletzten mussten vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei bestätigte, dass die Rettungskräfte schnell vor Ort waren und die Verletzten versorgten.
Die genaue Unfallursache wird weiterhin untersucht, allerdings deutet vieles darauf hin, dass die glatte Fahrbahn auf der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal eine entscheidende Rolle spielte.
Sperrung der Autobahn 42 sorgt für Verkehrschaos
Die betroffene Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Essen-Nord und Bottrop wurde in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort für die Bergungsarbeiten vollständig gesperrt. Die Sperrung dauerte bis in den Vormittag hinein an. Abschleppdienste waren bereits frühzeitig vor Ort, um die beschädigten Fahrzeuge zu bergen und die Fahrbahn wieder freizugeben. Dennoch kam es zu erheblichen Verzögerungen im Berufsverkehr, da der Verkehr sich zeitweise auf mehrere Kilometer staute.
Wie aus der Leitstelle der Polizei berichtet wurde, war das erste Fahrzeug ins Schleudern geraten und hatte sich auf der glatten Fahrbahn gedreht. Dies führte dazu, dass weitere Fahrzeuge nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnten und auffuhren. Zeitweise musste auch die Gegenfahrbahn gesperrt werden, um den Einsatzkräften eine ungehinderte Arbeit zu ermöglichen.
Die Wetterbedingungen am Montagmorgen spielten eine zentrale Rolle bei dem Unfall. Glatteis hatte sich durch die niedrigen Temperaturen auf der Fahrbahn gebildet, insbesondere auf der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal. Die Polizei warnte bereits zuvor vor gefährlichen Straßenverhältnissen in der Region, dennoch wurden die Auswirkungen des Wetters offenbar unterschätzt. Der Unfall zeigt erneut, wie wichtig eine angepasste Fahrweise bei winterlichen Bedingungen ist.
Witterungsbedingungen als Hauptursache - Auswirkungen auf den Berufsverkehr
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtete ebenfalls über die Massenkarambolage und das darauf folgende Verkehrschaos. Die Polizei und Feuerwehr betonten in ihren Aussagen, dass die Zahl der Verletzten glücklicherweise gering geblieben sei und keine lebensbedrohlichen Verletzungen zu verzeichnen waren.
Durch die Sperrung der A42 kam es am Montagmorgen, 19. Januar 2026, zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr. Viele Pendler mussten teils stundenlange Verzögerungen in Kauf nehmen, da auch die umliegenden Ausweichrouten überlastet waren. Die Polizei riet den Verkehrsteilnehmern, möglichst Ruhe zu bewahren und alternative Strecken zu nutzen.
Erst gegen späten Vormittag konnte die Fahrbahn in Richtung Kamp-Lintfort wieder freigegeben werden. Die Bergungsarbeiten waren aufgrund der hohen Zahl von beteiligten Fahrzeugen besonders aufwendig. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter Hochdruck, um die Situation zu entschärfen. Die Autobahn 42, die wichtige Städte wie Essen, Bottrop und Kamp-Lintfort verbindet, ist eine vielbefahrene Strecke. Der Vorfall am Montagmorgen hat gezeigt, dass selbst gut ausgebaute Verkehrswege bei ungünstigen Wetterverhältnissen riskant sein können.
In Franke hatte extremes Glatteis vor allem am zurückliegenden Montag (12. Januar 2026) vielerorts für heftige Unfälle gesorgt. Die Auswirkungen waren auch in den fränkischen Kliniken spürbar. Alleine auf der A9 bei Bayreuth ereigneten sich innerhalb weniger Stunden gleich neun Unfälle mit insgesamt 39 beteiligten Fahrzeugen. Auf der B173 bei Lichtenfels sorgte die spiegelglatte Fahrbahn für eine Massenkarambolage mit insgesamt 18 beteiligten Fahrzeugen und 13 Verletzten. Am Montagnachmittag verursachte die Wetterlage einen schrecklichen Unfall auf der A6 südlich von Nürnberg - ein 64-Jähriger konnte in der Folge nur noch tot aus seinem brennenden Auto geborgen werden.