Auf der A6 südlich von Nürnberg kam es am Montagnachmittag (12. Januar 2026) zu mehreren Verkehrsunfällen aufgrund spiegelglatter Straßen. Besonders betroffen war der Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd und der Ausfahrt Langwasser. Aufgrund extremen Glatteises war die Fahrbahn gefährlich rutschig, was teils schwere Unfälle nach sich zog.
Bei einem davon ist ein Mensch ums Leben gekommen, wie die mittelfränkische Polizei meldet.
Update vom 12.1.26, 16.50 Uhr: In brennendem Auto eingeklemmt - Tödlicher Verkehrsunfall auf der A6
Wie die Polizei Mittelfranken am Nachmittag mitteilt, ist bei dem zuvor gemeldeten Unfall auf der A6 südlich von Nürnberg ein Mensch zu Tode gekommen. Den Angaben zufolge ereignete sich der Unfall gegen 13.45 Uhr auf der A6 in Richtung Heilbronn, zwischen dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd und der Anschlussstelle Nürnberger-Langwasser. Nach aktuellem Ermittlungsstand befuhr ein Lkw den rechten Fahrstreifen und geriet vermutlich aufgrund der glatten Fahrbahn ins Schlingern.
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Der Lastwagen sei daraufhin nach links auf den angrenzenden Fahrstreifen gekommen, wo es mit zwei Autos kollidierte. Infolge des Zusammenstoßes gerieten ein Auto sowie der Lkw in Brand.
In dem brennenden Auto befand sich der 64-jährige Fahrer, der durch den 54-jährigen Lkw-Fahrer schwer verletzt aus dem Fahrzeug gerettet werden konnte. Eine weitere Person, die sich ebenfalls im Auto aufhielt, wurde eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle. Die Identität der verstorbenen Person ist bislang nicht geklärt, so die Polizei.
"Horror-Unfall" bei Nürnberg: Person verbrennt in Autowrack
Der Fahrer des zweiten beteiligten Auto konnte sich selbstständig aus seinem Fahrzeug befreien und erlitt nur leichte Verletzungen. Die Autobahn ist im betroffenen Abschnitt in Fahrtrichtung Heilbronn aktuell vollständig gesperrt, bis die Bergungs- und Aufräumarbeiten abgeschlossen sind (Stand: 16.16 Uhr). Die Verkehrspolizei Feucht ist mit der Klärung der genauen Unfallursache betraut. Zur Unterstützung wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Gutachter hinzugezogen.
Die Nachrichtenagentur News5 beschreibt die Ereignisse vom frühen Montagnachmittag als "Horror-Unfall", bei dem der Lastwagen zunächst zwei Autos eingekeilt habe und dann eine Person in einem Autowrack verbrannt sei. Demnach ereignete sich der Unfall auf der A6 Richtung Pilsen. Der 40-Tonner sei News5 zufolge auf spiegelglatter Fahrbahn erst nach rechts und dann nach links in die Außenschutzplanke geprallt. Dabei habe der Lkw zwei Autos zwischen sich und der Leitplanke eingeklemmt. Eines der Autos brannte vollkommen aus.
Auch der Lastwagen stand bei Eintreffen der Einsatzkräfte lichterloh in Flammen. Der 64-jährige Autofahrer konnte schwer verletzt aus dem Auto gerettet werden, eine weitere Person verbrannte in dem Wrack, so News5.
Erstmeldung vom 12.1.26, 16.08 Uhr: Glätte-Chaos bei Nürnberg - Mehrere Unfälle auf "spiegelglatter" A6
Glatteis sorgt am Montag in Mittelfranken für chaotische Verkehrsverhältnisse. Unter anderem kam es auf der A6 südlich von Nürnberg zu einem schweren Unfall. Laut Polizei Mittelfranken war die Autobahn zeitweise vollständig gesperrt, da ein Lastwagen in Flammen stand. Die Feuerwehr war im Einsatz, um den Brand zu löschen und die Sicherheit wiederherzustellen. Die Polizei rät Autofahrern dringend, den Bereich weiträumig zu umfahren und Vorsicht walten zu lassen wegen der Glättegefahr.
Ein Polizeisprecher wird von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit den Worten "Die Fahrbahn dort ist spiegelglatt" zitiert. Details sowie Angaben zu Verletzten konnte der Sprecher zunächst nicht machen. Auf der Plattform X schrieb die Polizei, es sei zu "mehreren, teils schweren, Verkehrsunfällen" gekommen. "Bitte meidet und umfahrt den Bereich weiträumig und achtet auf die anhaltende Glätte!", hieß es in dem Beitrag. Besonders gefährlich sind auch die Zufahrtsstraßen zur Autobahn, da diese ebenfalls vereist sind. Die Polizei und Verkehrswachten raten zudem, die Geschwindigkeit zu reduzieren und auf plötzliche Bremsmanöver zu verzichten.
Die genaue Zahl der Verletzten nach den Unfällen auf der A6 ist noch unklar. Medienberichte sprechen von mindestens drei verletzten Personen nach fünf dokumentierten Unfällen allein im Bereich der Ausfahrt Langwasser. Der Verkehr staute sich kilometerlang in beide Richtungen, und Autofahrer mussten mit stundenlangen Verzögerungen rechnen.
Verkehrshinweise und präventive Maßnahmen
Die Rettungskräfte berichten von schwierigen Bedingungen vor Ort. Durch die Glätte ist es für Einsatzwagen und Feuerwehrfahrzeuge besonders problematisch, schnell zur Unfallstelle zu gelangen. Die Gemeinde Kleinschwarzenlohe, ein Ortsteil von Wendelstein, liegt direkt am betroffenen Abschnitt der A6 und ist durch die Verkehrssperrung besonders stark betroffen. Anwohner berichten von erheblichem Verkehrsaufkommen auf den umliegenden Straßen, da Pendler und Transportverkehr Ausweichrouten suchen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits eine Unwetterwarnung für die Region herausgegeben. Diese warnte vor Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz. Die Kombination aus Feuchtigkeit und fallenden Temperaturen führte dazu, dass Straßen in der Region unbefahrbar wurden. Neben der A6 sind auch andere Strecken in der Umgebung betroffen, wobei insbesondere Nebenstraßen und weniger frequentierte Abschnitte stark vereisen. sl/mit dpa