Ein deutscher Tourist ist vor seinem Hotel an der Playa de Palma auf Mallorca von ebenfalls deutschen Tätern mit einem Messer verwundet und in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Mann war mit seiner Begleiterin am Dienstag (17. März 2026) kurz nach Mitternacht an der bei Touristen beliebten Playa de Palma auf dem Rückweg ins Hotel, als sie von zwei Männern angehalten wurden, die aggressiv die Herausgabe von Bargeld forderten. Der Mann sei zum Angriff übergegangen und habe den beiden ein paar Schläge verpasst, teilte die Polizei weiter mit.
Daraufhin hätten die Angreifer Messer gezogen. Einer habe das Opfer in den Oberkörper gestochen, der andere ins Gesicht geschlagen. Nachdem die Männer dem Verletzten und seiner Begleiterin Geld abgenommen hätten, seien sie geflohen. Das Opfer erreichte mit der Frau anschließend noch das Hotel, wo ein Rezeptionist Erste Hilfe leistete. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, das er jedoch nach einer Versorgung der Schnittwunde wieder verlassen konnte.
Deutscher auf Mallorca niedergestochen - Wunde 20 Zentimeter lang
Die Wunde sei 20 Zentimeter lang, sagte der Mann dem lokalen TV-Sender IB3. Klar habe er das Geld herausgerückt, er habe Familie in Deutschland und sein Leben sei schließlich wichtiger, fügte er schon wieder lachend hinzu. Er lobte den Einsatz der Polizei, die schnell zur Stelle und hilfsbereit gewesen sei.
Polizisten konnten die Täter kurz nach der Tat festnehmen. Sie hätten nicht nur das Geld des Mannes und seiner Begleiterin, sondern auch Gegenstände aus anderen Überfällen dabei gehabt, schrieb die Polizei in einer Mitteilung. Über ihre Identität war zunächst nichts bekannt. Die beiden wurden einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Für einen Raub mit Einsatz einer Waffe und Verletzung des Opfers können in Spanien Gefängnisstrafen von mehr als zehn Jahren verhängt werden.
Das Opfer gab an, die beiden Angreifer seien Deutsche gewesen, die ihn ausrauben wollten. Sie seien vermummt und mit einem Messer bewaffnet gewesen. Nach der Behandlung seiner Stichwunde konnte der 25-Jährige das Krankenhaus wieder verlassen. Weitere Details nannte die Polizei zunächst nicht.
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