Eine 28-jährige Frau aus Hessen ist beim Gleitschirmfliegen in den Tiroler Alpen tödlich verunglückt.

Wie die österreichische Polizei am Samstag (11. Juli 2026) mitteilte, stürzte die 28-Jährige am Vortag in einen Wald bei Neustift im Stubaital und krachte gegen einen Baum. Dabei erlitt sie tödliche Verletzungen. Erst vor wenigen Tagen war ein deutscher Tourist beim Wandern in Südtirol tödlich verunglückt.

Gleitschirm-Absturz in Österreich: Frau hing in Baumkrone in 40 Metern Höhe

Ein Mann, der in dem Wald unterwegs war, bemerkte die leblose Frau, die in rund 40 Meter Höhe in einer Baumkrone hing, und alarmierte die Einsatzkräfte, wie eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatte der Sender ORF darüber berichtet. Wieso die Frau aus dem Schwalm-Eder-Kreis abstürzte, war vorerst unklar.

Ein weiterer deutscher Gleitschirmflieger aus Nordrhein-Westfalen wurde am Freitag (10. Juli 2026) im österreichischen Tirol verletzt. Wie die Polizei mitteilte, klappte sein Schirm aus ungeklärter Ursache zusammen, und der Mann stürzte aus rund 25 Metern Höhe in den Achensee.

Zwei Bootsfahrer beobachteten den Unfall des 24-Jährigen, bargen den Flugsportler und brachten ihn ans Ufer. Der Mann aus dem Rhein-Sieg-Kreis wurde danach mit einem Helikopter in eine Klinik geflogen.

Tandem-Flug in Südtirol: Pilot stirbt, deutsche Urlauberin unverletzt

Bei einem weiteren Absturz eines Tandem-Gleitschirms in Südtirol ist ein 58 Jahre alter Pilot ums Leben gekommen. Eine 29 Jahre alte deutsche Urlauberin, die der Italiener huckepack genommen hatte, blieb nach Angaben der Rettungskräfte unverletzt. Das Unglück ereignete sich auf der Seiser Alm in der Nähe eines Sessellifts auf fast 2000 Metern Höhe. Vermutet wird, dass der Mann nach dem Start gesundheitliche Probleme bekommen hatte und deshalb die Kontrolle über das Gerät verlor. 

In Südtirol - gerade jetzt wieder eine beliebte Urlaubsregion auch für deutsche Touristen - sind an vielen Orten Tandem-Flüge mit kommerziellen Anbietern möglich. Dabei fliegen Paraglider mit unerfahrenen Urlaubern aus der Höhe ins Tal. Bei dem tödlich verunglückten Mann soll es sich um einen sehr erfahrenen Piloten aus der norditalienischen Gemeinde Kastelruth gehandelt haben. Die Polizei nahm wie üblich in solchen Fällen Ermittlungen auf.

Das Unglück, das sich ebenfalls am Freitag (10. Juli 2026) gegen 14.30 Uhr ereignet hatte, wurde von mehreren Augenzeugen beobachtet. Demnach lenkte der Pilot unmittelbar nach dem Start seinen Gleitschirm plötzlich zurück in Richtung Startpunkt, bevor er offensichtlich die Kontrolle verlor und gegen einen Baum prallte. Möglicherweise habe er einen Schwächeanfall erlitten, hieß es.

Die Bergwacht rückte mit einem Hubschrauber an. Alle Wiederbelebungsmaßnahmen hatten jedoch keinen Erfolg. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Piloten feststellen. Zur Herkunft der Deutschen machten die Behörden zunächst keine Angaben.