Frankreich führt als erstes EU-Land ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren ein. Ein entsprechendes Gesetz, das nach den Sommerferien greifen soll, verabschiedete das Parlament in Paris mit großer Mehrheit.
Weltweit gibt es Diskussionen, soziale Medien strenger zu reglementieren. Australien hatte als erstes Land der Welt den Zugang zu sozialen Medien bis zu einem Alter von 16 Jahren verboten. Ein Schritt, der weltweit für Aufsehen gesorgt hatte.
In Deutschland eine Mehrheit für Einschränkungen bei sozialen Medien
Auch in Deutschland war daraufhin eine Debatte in Gang gekommen, ob der Zugang zu Social Media für Kinder und Jugendliche nicht stärker reglementiert werden sollte. Zwei Drittel der Menschen (66 Prozent) sprechen sich für die Einführung eines Verbots von sozialen Medien in Deutschland für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren aus, wie eine Umfrage ergab.
Auch die britische Regierung plant weitere Einschränkungen bei der Nutzung von sozialen Medien für Teenager. Für 16- und 17-Jährige sollen in den entsprechenden Apps standardmäßig nächtliche Nutzungsbeschränkungen von Mitternacht bis 6 Uhr am Morgen aktiviert sein. Zudem sollen Funktionen, die dazu verleiten, länger auf den Plattformen zu bleiben, standardmäßig deaktiviert sein, wie die Regierung mitteilte.
"Diese Maßnahmen werden entscheidend dazu beitragen, dass junge Menschen ausreichend schlafen, sich besser auf Schule und Ausbildung konzentrieren und mehr wertvolle Zeit mit Familie und Freunden verbringen können", sagte Technologieministerin Liz Kendall. Ein weiteres Maßnahmenpaket soll zu einem sichereren Umgang mit KI-Chatbots führen. Die Einschränkungen sind Teil eines großen Gesetzespaketes, das im Kern ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige vorsieht. Das Gesetz soll bis Weihnachten verabschiedet werden im Frühjahr 2027 in Kraft treten.