Update vom 02.01.2026, 16.30 Uhr: Ermittler mit Update zur Brandursache
Die Brandkatastrophe in Crans-Montana mit 40 Toten und 119 Verletzten ist nach den Ermittlungen wohl durch Feuerwerk ausgelöst worden, das in Champagnerflaschen gesteckt wurde und die Decke der Bar in Brand gesetzt hat. "Wir gehen derzeit davon aus, dass das Feuer von bengalischem Feuerwerk ausgegangen ist, das in Champagnerflaschen steckte und das zu nah an die Decke kam", sagte die Generalstaatsanwältin im Kanton Wallis, Beatrice Pilloud.
Zu dem Ergebnis kämen die Ermittler nach der Auswertung von Videos, der Vernehmung mehrerer Zeuge sowie der Sicherung erster Spuren. Bei den Zeugenaussagen handele es sich um die französischen Betreiber der Bar und Gäste der Bar, die entkommen konnten. "Es wird geprüft, ob eine strafrechtliche Verfolgung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird", sagte die Generalstaatsanwältin. Das wäre der Fall, wenn es eine Verantwortung noch lebender Personen gebe.
Update vom 02.01.2026, 12.35 Uhr: Was geben die Aufnahmen aus der Bar her?
Während die Ermittler nach dem Auslöser für das verheerende Feuer im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana suchen, werfen Aufnahmen in sozialen Netzwerken Fragen auf. Die nicht verifizierten Videos und Fotos sollen zeigen, wie Menschen in der Silvesternacht in dem betroffenen Lokal "Le Constellation" Champagnerflaschen in ihren Händen halten, in denen Wunderkerzen stecken. Funken sprühen in Richtung der dem Anschein nach mit Paneelen besetzten Decke und scheinen diese in Brand zu setzen.
"Wie in jedem Fall wird in jede Richtung ermittelt", sagte ein Schweizer Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Ob die Aufnahmen den Ermittlern bekannt seien, könne er nicht bestätigen, doch er gehe davon aus, sagte er am Freitagmorgen (2. Januar 2025).
Handys, die am Unglücksort sichergestellt wurden, würden ausgewertet, hatte die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, am Donnerstagabend in einer Pressekonferenz mitgeteilt.
Gäste sahen Sprühkerzen
Auch Augenzeugen berichteten über Sprühkerzen. Der 19-jährige Nathan, der sich nach eigenen Angaben rechtzeitig aus der Bar retten konnte, erzählte der Schweizer Zeitung Blick: "Eine Frau saß auf den Schultern einer anderen Dame. Sie hatte zwei Flaschen mit Wunderkerzen." Sie habe die Sprühkerzen so hoch geschwenkt, dass sie die Decke berührt hätten. Diese habe plötzlich Feuer gefangen, zitierte die Zeitung den jungen Schweizer.
In der Silvesternacht waren bei dem Brand in einer Bar mit Hunderten zumeist jungen Feiernden etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt. Rund 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge im kritischen Zustand befinden. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem Unglück und nicht von einem Anschlag aus. Die Identifizierung der Toten könne noch Tage dauern, sagte der Polizeisprecher der dpa. Ob Deutsche von dem Feuer betroffen sind, war zunächst unklar. Das Auswärtige Amt steht mit den Behörden in Verbindung.
Die Behörden haben sich bislang nicht deutlich zur Ursache des Feuers geäußert. Die Kantonsregierung des Wallis schrieb in einer Mitteilung von einem "Flashover" in der Bar - ein Brandphänomen, das eine Brandschutzsachverständige in der ARD mit einer Feuerwalze verglich. Die meisten Schwerverletzten sind zwischen 16 und 26 Jahren. Die Feuerkatastrophe gilt als eine der schlimmsten Tragödien in der Geschichte der Schweiz.
Große Erschütterung
Das Unglück hat bei Anwohnern, Touristen und Politikern Erschütterung ausgelöst. Unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußerten ihre Bestürzung. Am Neujahrsabend beteten in der Kirche von Crans-Montana 400 Gläubige in einer Messe mit dem Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, für die Opfer.
Update vom 02.01.2026, 7.57 Uhr: Viele Fragen offen nach Brandtragödie in Crans-Montana
Nach der Brandtragödie in der Silvesternacht (31. Dezember 2025/1. Januar 2026) mit etwa 40 Todesopfern in einem Lokal im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana sind viele Fragen nach wie vor ungeklärt. Politiker, die Staatsanwältin und die Polizei zeigten sich erschüttert - viele Ergebnisse der Ermittlungen wurden in den ersten 24 Stunden nach dem Vorfall nicht präsentiert. Die Mehrheit der rund 115 Verletzten erlitt schwere Brandverletzungen, einige schwebten in der Nacht noch in Lebensgefahr.
Die Regierung des Kantons Wallis sprach in einer Mitteilung von einem "Flashover" in der Bar, ohne eine Quelle für diese Information zu nennen. Mit dem Ausdruck wird der schnelle Übergang eines kleinen Feuers zu einem Großbrand bezeichnet. Das geschieht durch extreme Hitze, die brennbares Material so zersetzt, dass es bestimmte Gase bildet und dann auch ohne Flammenkontakt blitzschnell in Brand gerät. Ohne Schutzkleidung sei das kaum zu überleben, sagte die Brandschutzexpertin Sandra Barz im ARD-"Brennpunkt".
Zahlreiche der mehr als 110 Verletzten wiesen lebensbedrohliche Verbrennungen auf. In der Universitätsklinik Lausanne wurden allein etwa 13 erwachsene und acht minderjährige Brandverletzte aufgenommen, "deren Körperoberfläche zu mehr als 60 Prozent verbrannt ist", wie der Chefarzt des Spitals Morges, Wassim Raffoul, dem Sender RTS sagte. Es handle sich um sehr schwere Verletzungen, deren Behandlung sehr lange dauern werde. Hinzu könne kommen, dass die Verletzten auch Rauchgasvergiftungen, Quetschungen sowie Knochenbrüche durch das Gedränge erlitten hätten.
Auch Deutsche unter den Opfern?
Am Neujahrsabend beteten in der Kirche von Crans-Montana 400 Gläubige in einer Messe mit dem Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey für die Opfer. Die meisten dürften Teenager oder junge Erwachsene gewesen sein, heißt es vonseiten der Polizei, womöglich Minderjährige. Die Bar "Le Constellation" war nach Angaben von Anwohnern bei ihnen besonders beliebt.
Bundespräsident Guy Parmelin sprach von einer der schlimmsten Tragödien, die es in der Geschichte der Schweiz je gegeben habe. Die Flaggen am Parlament würden für fünf Tage auf halbmast gehängt.
Der Flughafen von Genf bereitete sich auf die Ankunft der Familien ausländischer Opfer vor, wie der Kanton Genf berichtete. Er liegt am nächsten am Unglücksort, aber auf dem Landweg immer noch 180 Kilometer entfernt. Unter den Toten und Verletzten sind nach italienischen Angaben Italiener, andere Staaten hielten sich bedeckt. Ob Deutsche darunter sind, war zunächst unklar. Das Außenministerium in Berlin eigenen Angaben zufolge mit den Behörden in Verbindung.
Identifizierung der Todesopfer hat Priorität
Der französische Präsident Emmanuel Macron verkündete auf der Plattform X, Frankreich nehme Verletzte in seinen Krankenhäusern auf und stehe für jede Hilfe zur Verfügung. Verletzte sind Berichten zufolge bereits nach Paris und Lyon gebracht worden. Außerdem haben sowohl Schweden als auch Nordmazedonien ihre Unterstützung angeboten.
"Unsere Hauptthese ist, dass der gesamte Raum Feuer gefangen hat, und das zu einer Explosion geführt hat", sagte die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud. Fast alles andere bleibt ungeklärt. Die Priorität liege darin, die Todesopfer zu identifizieren, um sie ihren Angehörigen zu übergeben, sagte sie.
Wie viele Menschen sich in der Bar aufhielten, für wie viele Besucher sie zugelassen war, ob die Notausgänge funktionierten oder die Treppe, die nach Angaben von Besuchern zu eng war, um sich schnell vor den Flammen zu retten, den Vorschriften entsprach - Pilloud machte dazu auch knapp 18 Stunden nach der Tragödie noch keine Angaben. Ob Kerzen oder ein Feuerwerkskörper das Feuer auslösten, wie etwa Gäste vermuteten, wisse man noch nicht.
Zeuge bemerkt beim Vorbeigehen Rauch
Sie wolle Handys auswerten, die am Unglücksort sichergestellt wurden. Ob die Barbesitzer verhört werden, blieb ebenfalls unklar. Es sei jedenfalls niemand festgenommen worden, sagte Pilloud.
Der 18-jährige Alexis Lagger bemerkte nach eigenen Angaben in der Nacht beim Vorbeigehen Rauch aus der Bar aufsteigen und alarmierte die Polizei. Sekunden später seien Flammen aus der Bar herausgeschlagen. "Die Menschen versuchten, die Fenster mit Stühlen und Tischen einzuschlagen", berichtete er dem Westschweizer Fernsehen. Er habe geholfen, sich um diejenigen zu kümmern, die herausgekommen seien.
Ursprungsmeldung vom 01.01.2026, 13.48 Uhr: 40 Tote bei Silvesterfeier – Brand in Schweizer Bar ausgebrochen
Eine Silvesterparty im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana ist in einer Feuer-Tragödie geendet. Laut letzter Meldungen durch die Deutsche Presse-Agentur gab es 40 Tote. 115 weitere Menschen sind verletzt worden, die meisten von ihnen schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Es werde "wahrscheinlich auch Opfer aus dem Ausland" geben.
Das Feuer war in der Nacht gegen 1.30 Uhr in der Bar "Le Constellation" ausgebrochen. Dort hatten Hunderte Menschen Silvester gefeiert. Das Unglück in dem bekannten Touristenort löste bei Anwohnern, Touristen und Politikern Erschütterung aus. "Dieser Abend sollte eigentlich ein Fest sein, doch er wurde zu einem Alptraum", sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard.
Wie die dpa schreibt, haben die Ermittler einen Hauptverdacht dazu, was zu dem Drama geführt haben könnte. "Es gibt mehrere Hypothesen, unsere Hauptthese ist, dass der gesamte Raum Feuer gefangen hat, und das zu einer Explosion geführt hat", sagte die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud.
Erste Erkenntnisse zur Silvester-Tragödie in der Schweiz
Es seien demnach Untersuchungen zur Ermittlung der Brandursache eingeleitet worden. Dazu würden auch am Brandort gefundene Telefone ausgewertet.
Zu ersten Mutmaßungen, dass in Champagner-Flaschen gesteckte Kerzen oder Böller den Brand ausgelöst haben könnten, wollte Pilloud nichts sagen: "Die Untersuchung läuft, die Gründe werden wir zu einem späteren Zeitpunkt nennen."
Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht. Ob Deutsche betroffen sind, war zunächst unklar. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus. "Ein Anschlag kann absolut ausgeschlossen werden," sagte Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud bei einer Pressekonferenz.
Touristen unter Schock
Eine Besucherin aus Stuttgart steht unter Schock: "Wir haben mit der Familie in unserer Ferienwohnung Silvester gefeiert", sagte Christina Lutz der Deutschen Presse-Agentur. "Die Kinder von Freunden sind gestern Abend in der Bar gewesen. Ihnen ist zum Glück nichts passiert, aber sie haben offenbar viele Freunde verloren."
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) sprach den Opfern und ihren Familien sein Mitgefühl aus. "Ich bin zutiefst erschüttert über den tödlichen Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht", schrieb er auf X. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin, der sein Amt erst Stunden vorher angetreten hatte, zeigte sich ebenfalls bestürzt: "Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich am Neujahrstag in Crans-Montana in eine Trauer, die das ganze Land und weit darüber hinaus erfasst hat", schrieb er auf X.
Die Ermittler schließen einen Anschlag nach Zeugenbefragungen und ersten Ermittlungen aus, wie der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler sagte. Die Explosionen, von denen Anwohner berichteten, hätten sich erst nach dem Brandausbruch ereignet. Das Feuer habe bei seiner Ausbreitung eine Verpuffung ausgelöst, sagte der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer. Er berief sich dabei auf Zeugenaussagen und erste Ermittlungen.
Der Nobel-Skiort
"Wir haben eine Explosion gehört, aber das hörte sich überhaupt nicht wie Silvesterfeuerwerk an", sagte Anwohner Jeoffrey d'Amecourt dem Sender RTS. Das Gebäude, in dem sich die Bar befand, sei schwer beschädigt worden. Die Polizei hat das Gelände rund um die Bar auf der Hauptstraße des Ortes weiträumig abgesperrt. Die Polizei hat eine Telefonauskunft für Angehörige eingerichtet. Die Medienwebseite der Kantonspolizei brach nach der ersten Mitteilung dort angesichts der zahlreichen Abrufe zusammen.
Crans-Montana liegt im Kanton Wallis und gilt als mondäner Ferienort mit vielen Prominenten. Berühmtester Einwohner war James-Bond-Schauspieler Roger Moore (1927-2017). Der Ort auf etwa 1.500 Metern Höhe hat ein großes Skigebiet. Ende Januar und Anfang Februar finden dort auch Rennen des Ski-Weltcups statt.
Über die Feiertage ist der Ort in der Regel ausgebucht. Auf rund 10.000 Einwohner kommen rund 2.600 Hotelbetten, davon acht Hotels in der Luxuskategorie, und Hunderte Ferienwohnungen. Bei rund einer Million Übernachtungen im Jahr kommen nach Angaben der örtlichen Tourismusbehörde etwa 20 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Der nächste große Flughafen ist Genf. Auf dem Landweg sind es von dort aus 180 Kilometer.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
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