Der chinesische Border Collie Chutou war den Berichten zufolge weit mehr als ein Haustier. Gemeinsam mit seinem Besitzer Guo bereiste er zahlreiche Regionen Chinas und wurde durch Videos auf der Plattform Douyin, einem Pendant zu TikTok, zu einem Internet-Star. Mehr als 1,5 Millionen Menschen verfolgten seine Abenteuer.

Nun hat die Geschichte des Hundes ein tragisches Ende genommen. Wie etwa die Bild-Zeitung und das Magazin Stern berichten, verschwand Chutou Mitte Mai vom Grundstück seiner Familie in der Provinz Henan. Überwachungskameras sollen später aufgezeichnet haben, wie zwei Personen den Hund mitnahmen.

Star-Hund Chutou tot und gegessen? Diebe wollen ihn für Streuner gehalten haben

Auf der offiziellen Homepage des Hundes chutou.dog schildert der Besitzer, dass er sich zum Zeitpunkt des Verschwindens im Ausland befand. Angehörige bemerkten demnach, dass der Hund nicht mehr auf dem Grundstück war, und starteten eine Suchaktion. Wie Bild und Stern unter Berufung auf chinesische Medien berichten, konnten die mutmaßlichen Diebe später ausfindig gemacht werden.

Demnach sollen die Männer angegeben haben, Chutou für einen herrenlosen Streuner gehalten zu haben. Sie hätten den Hund anschließend für umgerechnet rund 25 Euro weiterverkauft. Über einen Zwischenhändler sei das Tier schließlich in einem Restaurant gelandet.

Nach Angaben des Besitzers, über die unter anderem Bild und Stern berichten, soll Chutou noch am Tag seines Verschwindens getötet worden sein. Eine unabhängige Bestätigung dafür liegt nach den vorliegenden Berichten nicht vor.

Internetseite zum Andenken an Hund Chutou

Auf der offiziellen Internetseite chutou.dog, die dem Andenken des Hundes gewidmet ist, wird Chutou inzwischen als verstorben bezeichnet. Dort heißt es, der Border Collie habe Millionen Menschen mit seinen Reisen begleitet und werde unvergessen bleiben. Die Seite erinnert zudem an seine mehr als 1,58 Millionen Follower und macht auf die Problematik von Hundediebstählen aufmerksam.

Die Nachricht verbreitete sich rasch über soziale Netzwerke und internationale Medien. Tausende Nutzer äußerten ihre Trauer und ihr Entsetzen über das mutmaßliche Schicksal des Tieres. Viele forderten zugleich strengere Gesetze zum Schutz von Haustieren.

Der Fall lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf den in Teilen Chinas weiterhin existierenden Handel mit Hundefleisch. Zwar ist der Konsum in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, ein landesweites Verbot gibt es jedoch bislang nicht, berichten Medien übereinstimmend.

Chutous Herrchen will rechtliche Schritte einleiten

Für Chutous Besitzer ist die Angelegenheit noch nicht abgeschlossen. Medienberichten zufolge will er rechtliche Schritte weiterverfolgen und den Fall aufklären lassen. Für seine Fangemeinde bleibt Chutou jedoch vor allem eines: ein treuer Begleiter, dessen Geschichte Millionen Menschen bewegt hat. bj/red