Rom macht Ernst mit dem Schutz seiner Kulturschätze: Der weltberühmte Trevi-Brunnen kostet seit dem 7. Januar 2026 Eintritt. Zwei Euro müssen Touristen zahlen, um einen Blick auf das barocke Meisterwerk zu werfen oder die beliebte Tradition des Münzwurfs zu pflegen. Die Maßnahme soll nicht nur Schäden am Denkmal verhindern, sondern auch die Besuchermassen besser regulieren. Einheimische bleiben von der Gebühr ausgenommen – für sie gibt es separate Zugänge.
Mit jährlich Millionen Besuchern gehört der Trevi-Brunnen zu den Hauptattraktionen der Ewigen Stadt. Doch das Gedränge rund um das Wasserbecken stört zunehmend die Atmosphäre und gefährdet das Denkmal. Rom rechnet durch die Eintrittsregelung mit Einnahmen in Millionenhöhe, die auch anderen historischen Sehenswürdigkeiten zugutekommen sollen. Nachhaltigkeit und Kulturschutz stehen im Vordergrund dieser Entscheidung.
Eintritt für den Trevi-Brunnen: Rom reguliert den Massentourismus
Seit wenigen Tagen müssen Touristen für einen Besuch des weltberühmten Trevi-Brunnens in Rom zwei Euro Eintritt zahlen. Mit dieser Maßnahme möchte die Stadtverwaltung die Besucherströme besser steuern und die Umgebung des historischen Denkmals schützen. Einheimische sind von der Gebühr ausgenommen, der Zugang erfolgt für sie über getrennte Eingänge. Bürgermeister Roberto Gualtieri hebt hervor, dass der Eintritt ein wichtiger Schritt für einen nachhaltigeren Tourismus sei, gemäß Reisereporter.
Der Trevi-Brunnen ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Italiens und zieht jedes Jahr Millionen Touristen an. Seine Beliebtheit verdankt er nicht nur seiner barocken Architektur, sondern auch der Tradition, Münzen über die Schulter in das Wasser zu werfen. Laut einer Legende bringt dies Glück und garantiert eine Rückkehr nach Rom.
Allein 2025 besuchten über 5,3 Millionen Menschen den Brunnen, wodurch Gedränge und chaotische Zustände zunehmend zum Problem wurden, so die Kleine Zeitung.
Nachhaltiger Tourismus und Einnahmen für Denkmäler
Die Stadt Rom rechnet mit jährlichen Einnahmen von etwa 20 Millionen Euro durch die neue Eintrittsregelung. Diese Gelder sollen nicht nur für die Pflege des Trevi-Brunnens verwendet werden, sondern auch für andere beliebte Sehenswürdigkeiten in der Ewigen Stadt. Bürgermeister Gualtieri betont, dass der Eintritt den Besuch angenehmer machen soll, indem der Besucherandrang reduziert und die Sicherheit am Brunnen verbessert wird.
Die Eintrittsregelung bringt einige Vorteile mit sich:
- Gezielte Besucherlenkung: Weniger Gedränge und ein regulierter Zugang.
- Schutz des Denkmals: Vermeidung von Schäden durch Massentourismus.
- Finanzierung von Restaurierungen: Einnahmen werden für die Pflege anderer historischer Stätten genutzt.
- Nachhaltigkeit: Förderung eines verantwortungsvollen Tourismus.
Globaler Trend zur Regulierung
Die neue Regelung für den Trevi-Brunnen sieht vor, dass der Zugang nachts von 22 Uhr bis 9 Uhr morgens kostenfrei bleibt. Dies gibt sowohl Einheimischen als auch Touristen die Möglichkeit, das Wahrzeichen in einer ruhigeren Atmosphäre zu erleben. Tagsüber hingegen wird der Zugang strikt kontrolliert, um die Qualität der Besichtigung zu verbessern, wie Italian Facts berichtet.
Die Einführung von Eintrittsgeldern stieß auf unterschiedliche Meinungen. Kritiker bemängeln, dass der Zugang zu kulturellen Schätzen nicht von finanziellen Mitteln abhängig sein sollte. Befürworter hingegen sehen die Maßnahme als überfällig an, um die Touristenströme zu lenken und die Sicherheit zu gewährleisten. Der Trevi-Brunnen bleibt ein Symbol für Rom – nun jedoch mit einem kleinen Preis.
Rom setzt mit der Eintrittsregelung ein Zeichen für nachhaltigen Tourismus. Der Trevi-Brunnen, ein Meisterwerk des Spätbarocks, bleibt weiterhin ein Magnet für Besucher aus aller Welt. Ob die Maßnahme langfristig den gewünschten Erfolg bringt, wird sich zeigen. Fest steht jedoch, dass Rom mit dieser Entscheidung einen neuen Weg im Umgang mit Massentourismus eingeschlagen hat, so der ADAC.
Nicht nur Rom reagiert auf die Herausforderungen des Overtourism. Auch andere Städte wie Verona haben bereits Eintrittsgebühren für bekannte Attraktionen eingeführt. Im Fall von Verona betrifft dies die Casa di Giulietta, eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Trend zeigt, dass immer mehr europäische Reiseziele Maßnahmen ergreifen, um ihre kulturellen Schätze zu bewahren.
Schon gewusst? Italien hat mehr zu bieten als die klassischen Touristenstädte. Fünf unvermutete Perlen warten darauf, ihre einzigartige Schönheit und kulturelle Vielfalt zu zeigen.