Am Pfingstmontag, 10. Juni, lädt der Gesangverein Veitlahm zur Patersberg-Kerwa im Köttlersgarten in Veitlahm ein. Die Feier beginnt um 9 Uhr mit einem Waldgottesdienst durch Pfarrer Skoda im "Höflesschrot" am Fuße des Patersberges. Mit dabei sind der Gesangverein und der Posaunenchor Veitlahm, der anschließend zum Frühschoppen im Garten der ehemaligen Gaststätte "Zum Friedenstein" aufspielt.

Ab 14 Uhr spielt der Musikverein Burghaig zur Unterhaltung auf. Ab 19 Uhr gibt das Duo "California" den Ton an. Für das leibliche Wohl ist wieder bestens gesorgt.

Die Patersberg-Kerwa erinnert jedes Jahr an die Einweihung des "Schaudichum" auf dem Patersberg. Der Turm wurde im Oktober 1838 vom Kulmbacher Rentamtmann Johann Peter Apollonius Weltrich, dem bekannten Naturkenner und -forscher, eingeweiht. Dank seiner Initiative, mit der er Spenden wohlhabender Kulmbacher Bürger einsammelte und die Veitlahmer Bürger Hand- und Spanndienste leisteten, wurde der Turm in den Jahren 1837/1838 in einer Gemeinschaftsleistung errichtet.

"Was hier geworden ist, ist durch Liebe und Eintracht geworden. Nicht mir allein gebührt der Dank und die Anerkennung, sondern den Männern, die für diese Idee zu begeistern waren", sagte Weltrich bei der Einweihung. Weltrichs Vorschlag war es auch, dem Turm den Namen "Schau-Dich-um" zu geben. Er hatte damals das Bauwerk an das örtliche Wirtshaus übergeben mit der Auflage, den Turm und den Zugang für die Öffentlichkeit zu pflegen und zu erhalten. Später wurde es Tradition, alljährlich zum Gedenken die Patersbergkerwa am Pfingstmontag zu feiern. Früher fanden diese Feiern am Turm, später im Dorf statt. Mittlerweile haben es sich die örtlichen Vereine zur Aufgabe gemacht, diese Tradition fortzuführen.

Im Lauf der Jahre wurde der Patersberg-Turm mehrfach saniert und verschönert. Besonders engagiert hat sich in den vergangenen Jahren der Seniorchef der Mainleuser Firma Fahrzeugbau Hofmann, Hermann Hofmann. Anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenbürger sorgte Hermann Hofmann dafür, dass ein lang gehegter Wunsch vieler Wanderer und Spaziergänger umgesetzt wurde. In einer Gemeinschaftsleistung in Zusammenarbeit mit dem Markt Mainleus wurde die Rundumsicht auf dem Turm durch das Schlagen einiger Bäume enorm verbessert. Bereits 2004 wurde durch seine Initiative eine neue Außentreppe auf einer erhöhten Plattform angebracht. Und im Oktober 2013 zur 175-Jahr-Feier des Turmes, ließ Hofmann Panoramatafeln anfertigen. Helmut Bär sorgte für die grafische Gestaltung. Unterstützt wurde er von Hans Nützel vom Frankenwaldverein, der die einzelnen Aussichtspunkte genau kennzeichnen konnte. Seitdem können alle Naturliebhaber auf dem Patersbergturm genau erkennen, in welcher Richtung welche Erhebungen zu sehen sind.