RUGENDORF/ZETTLITZ. Von Freitag bis zum kommenden Montag, 11. Januar, findet in Rugendorf mit der traditionellen "Winterkerwa" die erste Kirchweih des Jahres 2016 im Landkreis Kulmbach statt. Die bewährte Tradition der Hausschlachtungen und Streuwelesbäckerei begeistert seit Jahren nicht nur Einheimische, sondern auch auswärtige Besucher.
Im TSV-Sportheim wird es in den nächsten Tagen sicherlich wieder hoch hergehen. Am Freitag ist um 17 Uhr Kerwabeginn mit verschiedenen Haxenvariationen, Schnitzelgerichten und Krenfleisch.
Am Sonntag wird dann ab 10 Uhr zum Frühschoppen und Mittagstisch eingeladen. Es gibt wieder verschiedene Haxen- und Schnitzelgerichte sowie Gansbrust. Natürlich können alle Speisen auch zum Verzehr zu Hause mitgenommen werden. Die SG Rugendorf/Losau lädt herzlich ein.
Am Samstagabend führen der Kirchenvorstand, die Landjugend Rugendorf und der Ortsverband des Bayerischen Bauernverbandes ab 20 Uhr wieder den traditionellen Kirchweihtanz unter dem Motto "Tanzen für die Kirche" im "Haus der Jugend" durch. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der Kirche zugute. Die Gemeinde Rugendorf stellt deshalb auch dieses Jahr den Saal wieder kostenlos zur Verfügung. Für die Musik sorgt die bekannte Band "Safaris".
Der Festgottesdienst zur Rugendorfer Winterkirchweih findet am Sonntag, 11. Januar, um 10 Uhr in der Kirche St. Jakob & St. Erhard statt. Angeboten wird auch ein Kindergottesdienst.
Und auch auf die nächste Kirchweih der Region braucht niemand lange zu warten. Denn bereits in zwei Wochen - vom 21. bis 25. Januar - wird in der Dorfschänke Zettlitz Kirchweih gefeiert. Die Familie Weisath bietet an allen Kirchweihtagen eine reichhaltige Speisenkarte.
Am Donnerstag, 21. Januar, ist in Zettlitz ein Schlachtfest angesagt. ASamstagabend gibt es Kirchweihmusik mit den Stollmusikanten.


2016: 700-Jahr-Feier

Im Jahre 1316 wurde Rugendorf erstmals urkundlich erwähnt. Daher wird dieses Jahr das 700-jährige Jubiläum gefeiert. Die erste Kirche in Rugendorf - eine Kapelle - entstand um das Jahr 1350. Geweiht wurde sie auf den Namen "Sankt Jakobus Kirche".
In der Mitte des 16. Jahrhunderts ist die heutige Kirche im gotischen Stil erbaut worden und bildet zusammen mit dem Schloss des Ritters Georg (Jörg) von Waldenfels sowie dem heutigen Pfarrhaus eine Sehenswürdigkeit, die von gewaltigen Mauern umgeben ist.
Bei einem Brand stürzte das Gewölbe der Kirche im Jahre 1656 ein und wurde durch eine flache Stuckdecke im barocken Stil ersetzt.
Der Hauptort Rugendorf feiert übrigens zwei Mal im Jahr Kirchweih. Der Grund dafür ist, dass das Rugendorfer Gotteshaus den Namen zweier Heiligen trägt: Den des Heiligen Erhard (8. Januar) und des Heiligen Jakobus (25. Juli).
Vor gut zwei Jahren wurde außen mit der erforderlichen Sanierung der Kirche begonnen, die im Inneren noch fortgesetzt wird. Die "Sommerkirchweih" richtet alljährlich die Landjugend aus. Auch diese "Schupfenkerwa" lockt die Besucher alljährlich in Scharen. kpw