Am Mittwoch, 18. November, öffnet Weismain wieder seine Pforten für den traditionellen Martini-Markt, der zu den größten Märkten des Lichtenfelser Landkreises gehört und zugleich der bedeutendste im Jahreskalender der Jurastadt ist. Eröffnet wird das Treiben im historischen Stadtkern um 8 Uhr und die Stände schließen gegen 17 Uhr.
Auch wenn es den Martini-Markt schon seit mehreren hundert Jahren gibt - seine Beliebtheit ist ungebrochen: Ob zur Schnäppchensuche, um sich schon mit Weihnachtsgeschenken einzudecken, Gaumenfreuden der Gastronomie zu nutzen oder einfach nur zum Plausch mit Bekannten - ein Besuch des Jurastädtchens lohnt sich in jedem Fall.
Die Auswahl der Waren dürfte alle Besucher zufrieden stellen: Dies ist bei der Zahl der Marktstände kaum verwunderlich, schließlich werden auch heuer weit mehr als 100 Fieranten erwartet, die rund um die Sankt-Martins-Kirche, den Kastenhof und in den Straßen der historischen Altstadt ihre Waren anbieten. Eine ideale Gelegenheit für einen vorweihnachtlichen Einkaufsbummel also - naturgemäß sind neben Winterbekleidung vor allem Adventskränze und Christbaumkugeln die Renner beim Martini-Markt. Auch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk lässt sich beim Marktbesuch finden; die Angebotspalette reicht von Schmuck über Spielzeug, Haushaltswaren, Gebrauchsgegenständen, Hüten und Schuhen bis hin zu Glas- und Töpferwaren.
Daneben bieten die zahlreichen örtlichen Gastronomiebetriebe herzhafte fränkische Gaumenfreuden an. Grillspezialitäten, Rehragout oder "Saure Fleck" sind besonders beliebt. In den Bäckereien kommen die Liebhaber von Naschwerk, Plätzchen und Stollen ebenso auf ihre Kosten. Weit über die Grenzen des Städtchens hinaus ist auch der "Martinsweck" bekannt, ein mit Verzierungen versehenes Weißbrot, das wieder reißenden Absatz finden wird. Jahr für Jahr gehen mehrere Tausend solcher Gebäckspezialitäten rund um den Markttag über die Ladentheken.
Ein beliebter Treffpunkt während des Martini-Marktes ist der Rathauskeller, der wieder unter der Regie der Weismainer Blasmusik ab 11 Uhr geöffnet ist - und das durchgehend bis 23 Uhr. Die Musiker bewirten die Besucher in den unmittelbar am Marktplatz gelegenen ehrwürdigen Mauern mit erlesenen Weinen, alkoholfreien Getränke sowie Käse- und Schmalzbroten. Vom Marktgetümmel erholen kann man sich auch am Stand vom Missionskreis Sankt Martin, der vor dem Pfarrhaus Glühwein und Früchtepunsch ausschenkt und dazu Gebäck anbietet. Wer Einkaufsspaß mit einem Kulturerlebnis verbinden möchte, dem sei ein Besuch im Heimatmuseum "NORDJura" ans Herz gelegt, das von 9 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr geöffnet sein wird. Auch ein Abstecher in den Kastenhof ist zu empfehlen, denn die Weismainer Krippenfreunde laden zu ihrer 3. Krippenausstellung in den Schönbornsaal ein. Eine Vielfalt von Exponaten ist am Markttag von 10 Uhr bis 17 Uhr zu sehen, mehr als 30 Kunstwerke können von den Liebhabern dieses Handwerks bestaunt werden. Die Krippenschau ist auch noch am Samstag, 21. November, 14 bis 19 Uhr, und am Sonntag, 22. November, 13 bis 17 Uhr, geöffnet. Der Eintritt hierzu ist frei, es wird jedoch um freiwillige Spenden gebeten für die Renovierung der Kreuzkapelle.


Sankt Martin ist Namensgeber für den Markt

Der Martini-Markt wurde im 16. Jahrhundert zu Ehren des Weismainer Kirchenpatrons ins Leben gerufen. Der heilige Martin war Bischof von Tours/Frankreich und lebte im vierten Jahrhundert. Bekannt ist er vor allem durch die Geschichte von der Mantelteilung, in der der junge Martin als römischer Soldat gegenüber einem Bettler Erbarmen zeigt. Sankt Martin ist die Person, die von der katholischen Kirche nicht wegen seines heldenhaften Todes als Märtyrer, sondern aufgrund seines heroischen Lebens heilig gesprochen wurde. In Weismain beziehen sich auch heute noch eine Reihe von Bräuchen und Veranstaltungen auf "Martinus", darunter neben dem Markt auch mehrere Lichterzüge oder die "Martini-Gans-Verlosung", welche die Blasmusik immer am Tag vor dem 1. Advent ausrichtet.