Eine von Herzlichkeit und Lebensfreude geprägte Stimmung herrscht sicherlich bei der von der örtlichen Pfarrei ausgerichteten Kirchweih in dem 600-Seelen-Dorf Kleukheim. Von Freitag, 8., bis Montag, 11. Juli, ist von Gaumengenüssen bis Musik einiges geboten, so dass sich das Kommen in jedem Fall lohnt.
Seinen weltlichen Auftakt nimmt das rund ums Gotteshaus stattfindende Fest am Freitag mit der Abholung der Kirchweihschützen vor der Gaststätte Kelbachgrund unter musikalischer Begleitung und dem anschließenden Bieranstich um 18.30 Uhr durch Dritte Bürgermeisterin Gabi Böhmer.


Anpfiff am Samstag um 16 Uhr

Zumindest in Sachen Ehrgeiz der derzeit in Frankreich so erfolgreichen Elf um Jogi Löw in nichts nach stehen werden die Kicker beim Gaudi-Kerwa-Fußballspiel am Sportheim, das am Samstag um 16 Uhr angepfiffen wird und eine gute Zuschauerresonanz verdient.
Selbstverständlich bietet der Sportverein Essen und Trinken an für ein gemütliches Beisammensein. In Kleukheim ziehen zur Kerwa eben wieder alle an einem Strang.
Herzliche Einladung seitens der Pfarrei an die Bevölkerung ergeht natürlich auch zum Kirchweihgottesdienst am Sonntag um 10 Uhr. Die Kollekte wird für die Baurücklagen der Pfarrei verwendet. Der Ausklang am Montag startet um 16 Uhr. Abends sorgt Peter Hofmann für fröhliche Atmosphäre. Eine große Auswahl an Speisen bietet während der Kirchweih die Gaststätte Kelbachgrund. Am Freitag- und Montagabend hat außerdem die Bar geöffnet.


"Capelle" komplett aus Holz

1490 wird in einer Urkunde des Klosters Michaelsberg eine "St. Wolfgangs Capellen" erwähnt. Dieser erste Kirchenbau und der dazugehörige Glockenturm waren komplett aus Holz gefertigt worden. Unter dem Turm, der sich - so die Quellen - beim Glockenläuten immer beängstigend bewegte, befand sich damals die Sakristei. 1625 schließlich wurde die mittelalterliche Holzkirche abgebrochen und an ihrer Stelle nach Plänen des in Scheßlitz ansässigen Graubündener Baumeisters Giovanni Bonalino ein spätgotischer Sandsteinbau errichtet.
Von diesem sind heute noch der Chor sowie der imposante Turm mit nadelförmiger Spitze und vier Ecktürmchen erhalten.
Über die Jahrhunderte wurde das Gotteshaus in Kleukheim immer wieder den Bedürfnissen angepasst und natürlich in Schuss gehalten. So erfuhr St. Wolfgang 1968 eine große Innenrenovierung und Umgestaltung sowie im Jahr 2003 eine Sanierung und Restaurierung der Außenfassade sowie Teile des Daches. Mario Deller