Ab Donnerstag, 1. September, befindet sich Großenseebach dank der Seebach Kerwa im Ausnahmezustand. Wie es sich für eine fränkische Kirchweih gehört, ist der Tisch gedeckt und um eine für die Region wichtige Nuance bereichert: Serviert werden die ersten Aischgründer Spiegelkarpfen, die Saison hat begonnen.
Für die richtige Einstimmung auf die Kerwa sorgt am Donnerstag um 9 Uhr Metzgermeister Werner Schorr mit einer fränkischen Schlachtschüssel.
Bei der offiziellen Eröffnung am Freitag um 19 Uhr kann Bürgermeister Bernhard Seeberger Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie befreundeter Vereine begrüßen. Der erste Kirchweihtag startet unter dem Motto "Dort wo der Wahnsinn sein zuhause hat - Großenseebach" mit den Leutenbacher Musikanten. Die Mischung aus Blasmusik und Partypower kommt an, alle freuen sich schon auf die gediegene Partynacht.


Strenge Bewachung

Am Samstag ist die Muskelkraft der Ortsburschen gefragt. Der Kerwas-Baum muss aus dem Wald geholt, aufgestellt und natürlich akribisch bewacht werden. Denn es soll böse Nachbarsbuben geben, die gerne den Baum schälen würden. Dass das gelingt, wollen die Ortsburschen mit allen Mitteln verhindern, denn Gespött wäre die Folge. Schließlich ist der Baum das Merkmal einer fränkischen Kerwa. Jedes Dorf will den schönsten und höchsten Baum aufweisen können. Wehe, da geht irgendetwas schief. Nach der schweißtreibenden Aktion werden die "Moskitos" das Zelt in Alarmstimmung versetzen.


Fußballderby

Am Sonntag sind nach Frühschoppen und Mittagessen die Fußballer gefordert, schließlich geht es beim Kirchweihspiel gegen den SC Adelsdorf und ein deutlicher Sieg käme da gerade recht. Nach dem Derby übernehmen die "Ehemaligen" mit gepflegter Blasmusik das Ruder im Festzelt und werden um 19 Uhr von "Rudi & Stefan" abgelöst.
Der Montag geht dann mit dem "Betz"n raustanzen" weiter. Wer von den Ortsburschen einen langen Atem hat, beweist beim "Geeger rausschlogn" seine Treffsicherheit. Mit "Edelherb" klingt dann die Kerwa aus. Richard Sänger