Auf dem "Rangen" wird wieder gefeiert: Die Familie Eschenbacher und die Dorfgemeinschaft Tennach laden vom Donnerstag, 27., bis zum Sonntag, 30. Juli 2017, ganz herzlich zur Tennacher Dorfkerwa ein. Gefeiert wird beim Rangabauer, wo neben feinsten Kerwa-Spezialitäten noch einiges auf die großen und kleinen Besucher wartet. Die Kinder können sich nach Herzenslust auf der Strohburg austoben, sich an den Spielgeräten erfreuen und über die große Spielwiese tollen. Und auch eine Torwand steht bereit. Jede Menge Tiere sind am Bauernhof zu sehen.
Sitzplätze gibt es im großzügig bemessenen Biergarten reichlich. Und sollte das Wetter nicht mitspielen, gibt es auch zahlreiche überdachte Sitzplätze. Einem unvergesslichen Festverlauf steht also nichts im Wege.
Besonders hervorzuheben sind natürlich die kulinarischen Schmankerln, die während der Tennacher Kerwatage aufgetischt werden. Die Kerwa beginnt am Donnerstag, 27. Juli, um 15 Uhr mit einem bäuerlichen Schlachtfest. Es gibt Schüpf, Siedwürste, Rippla und Klöße. Am Freitag ab 15 Uhr stehen Krenfleisch mit Kloß und Blausud auf der Speisekarte.
Samstag ab 12 Uhr gibt es bäuerlichen Mittagstisch mit Rinder- und Schweinebraten, Bratwürsten und Steaks, anschließend locken Kaffee und Kuchen sowie Küchla.
Am Sonntag, 30. Juli, ist der Mittagstisch bereits ab 11.30 Uhr gerichtet und hat neben Schweine- und Rinderbraten auch Rouladen zu bieten. Nachmittags gibt's auch wieder Kaffee, Kuchen und Küchla.


Vom Lehen zum Biohof

Das bäuerliche Anwesen des Rangabauern kann auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblicken. Zurückgehend auf ein altes burggräfliches Zinslehen von 1398 wird die Hofstelle im Landbuch von 1531 wie folgt beschrieben: "Es ist ein Frohngut mit Haus, Stadel und Nebenstallung und mit einem Backofen bebaut, dazu gehörte: 1 kleines Gärtlein beim Backofen,Tagwerk Wiesen unterm Haus, 2 Tagwerk Hutweid am Gemeindeanger, 14 Tagwerk Feld in 4 Stücken, 1/4 Tagwerk Weiher an der Trentscherin und ein kleines Weiherlein, 10 Tagwerk Holz in 6 Stücken. Der tote und lebendige Zehnt ging zum Hochfürstlichen Stifts Castenamte zu Himmelcron von 1 Tagwerk Feld."
Über 600 Jahre später bewirtschaftet Familie Eschenbacher als Familienbetrieb auf zirka 140 Hektar Weizen, Roggen, Triticale, Hafer, Braugerste, Erbsen, Leinsamen, Dinkel, Raps, Kartoffeln, Mais, Kleegras und Grünland.
Entgegen dem Trend, die Landwirtschaft aufzugeben oder Äcker zusammenzulegen und Agrarfabriken zu schaffen, hat sich Familie Eschenbacher bereits 1990 für die biologisch dynamische Bewirtschaftung ihres Bauernhofes entschieden. Seit 1994 ist der Familienbetrieb anerkannter Biohof mit Bio-Siegel. Verbraucher die auf qualitätsbewusste und biologische Lebensmittelherstellung Wert legen können Erzeugnisse im Hofladen erwerben und im Brotzeitstübla bei Bier und Wein und einer zünftigen Brotzeit die fränkische Gemütlichkeit genießen. Die Einkehr im Wirtshof zum Rangabauer kann auch hervorragend mit einer Wanderung verbunden werden, denn das Brotzeitstübla liegt strategisch günstig an mehreren Wanderwegen: am Edelmann-Ringweg, am Burgenweg, am Buchwaldweg und am Spitzeichener Weg. Die kostenlose "Ranga-Wanderkarte" kann unter www.rangabauer.de heruntergeladen werden. Die Ranga-Wanderkarte enthält schöne und ausgewiesene Wanderwege um Tennach, Kulmbach und Umgebung. Die oben genannten Wanderwege sind darauf auch enthalten.