Nun schon zum 52. Mal schlängelt sich der Gaudiwurm am Faschingsdienstag durch die Straßen der Faschingshochburg Eltmann, um auf dem Marktplatz in buntem Treiben zu münden. Das Motto " Eltmann im Dschungelfieber" lässt bei den rund 40 Zugnummern und Fußgruppen ein buntes Bild erwarten.
Zum fünften Male wurde am Marktplatz ein Narrenbaum aufgestellt, was sicher einmalig in der ganzen Umgebung ist. Dieses Brauchtum stammt aus der alemannischen Fasenacht, wurde aber auch in anderen Gegenden aufgegriffen. Der Narrenbaum als Symbol des Närrischen soll nicht nur den "Hoheiten" im Rathaus symbolisieren, dass die Zeit der Narren angebrochen ist, sondern auch weithin sichtbar machen, dass von nun an die Narren die Macht übernommen haben.
So ist es auch in Eltmann in den letzten Wochen gewesen. Es gab den Kinderfasching der SG Eltmann oder das Jugend-Event unter dem Motto "ich bin ein Narr, spielt mich hier raus". An der Art der Veranstaltungen sieht man schon, dass in Eltmann und auch beim Faschingskomitee unter Leitung von Mario Pfister die Jugend gut in die vielen Veranstaltungen eingebunden ist und dies auch für die Vorbereitung und Organisation des großen Gaudiwurms gilt. Kaum zu glauben, dass mit der Organisation der ersten Faschingszüge die Stadtväter früher vor allem das Ziel verfolgten, das wilde Treiben in geordnete Bahnen zu lenken. Heute stehen der Spaß und das richtige Kostüm im Vordergrund.
Für den 52. Gaudiwurm erfolgt um 14 Uhr in der Steigerwaldstraße der Start der wilden Horden mit dem Ruf "die Affen rasen durch die Stadt, die Narren machen alles platt". Die Wagenbauer ließen sich nur wenig über die Schulter schauen, geschweige denn, dass sie das Scheunentor öffneten. Aber es wurde gezimmert und gehämmert, das war zu hören. Ob das kommunale Geschehen in der Stadt und den Stadtteilen zur Sprache kommt oder mehr die große Politik ihr Fett abbekommt? Man darf auf so manche Überraschung gespannt sein.
Für Gesprächsstoff und Unterhaltung mit Ohrwürmern wird auf jeden Fall gesorgt sein. Auch die Stadtkapelle wird alle Register ihres Könnens ziehen und selbst eine "peruanische Gruppe" hat sich angekündigt.
Der Eltmanner Zug ist ja auch bekannt für seine Fußgruppen und manche schlüpfen ja gerne in ihre Masken, weil sie damit auch eine Aura des Geheimnisvollen verbinden und sie bei ihren Kontakten zu den vielen Besuchern am Straßenrand auch ein gewisses Maß an Anonymität zum Ausdruck bringen können. So werden sowohl Zugteilnehmer als auch Zuschauer auf ihre Kosten kommen.
Ende des Gaudiwurms ist dann auf dem Marktplatz, wo das FKE alle zum Faschingskehraus einlädt und ein DJ für Stimmung sorgen wird. Die Feuerwehr bietet für das leibliche Wohl das Beste auf. gg


Sperrung

Am Faschingsdienstag findet die Zugaufstellung wie gewohnt ab 12.30 Uhr in der Steigerwaldstraße und der Dr. Georg-Schäfer-Straße statt. Ab 13 Uhr wird dann die komplette Zugstrecke von dort über den Johannes-Nas-Platz, Kleinhenzstraße, Schottenstraße, Mainstraße, Vorstadt zurück zum Marktplatz für den gesamten Verkehr gesperrt.


Parkplätze in Eltmann

Alle Besucher können bis 13 Uhr den Schulparkplatz beim Freibad und ab dann die Parkplätze an der Mainlände, am Bahnhof (Kufi), auf der Mainhalbinsel oder in der Tiefgarage usw. benutzen.