WEIHER/MANGERSREUTH. In den Kulmbacher Stadtteilen Mangersreuth und Weiher wird in den kommenden Tagen kräftig Kerwa gefeiert. In Weiher spielt sich das Geschehen rund um die Gaststätte Ohnemüller ab.
Bei der Gaststätte Ohnemüller werden die Kerwa-Gäste von morgen bis Montag richtig verwöhnt. An allen Tagen locken reichhaltige Kerwaspeisen. Am Samstag geht as ab 17 Uhr los. Am Sonntag verwöhnen Familie Ohnemüller und ihr Team ihre Gäste ab 11 Uhr mit einem fränkischen Mittagstisch. Zudem gibt es Samstag, Sonntag und Montag jeweils ab 16 Uhr noch Bratwürste vom Holzkohlengrill. Vor dem Kerwa-Ausklang ist am Montag zum Frühschoppen mit Blausud eingeladen. Übrigens gibt es alle Kerwaspeisen auch zum Mitnehmen.

294. Mangersreuther Kerwa

In Mangersreuth steht die Weihe der Kirche im Mittelpunkt der 294. Mangersreuther Kerwa. Los geht's am Sonntag, 27. September, um 9.30 Uhr mit dem Kirchweihgottesdienst durch Pfarrer Jürgen Rix in der Mangersreuther Kirche, ausgestaltet vom Posaunenchor Strössendorf.
Danach ist zum Frühschoppen mit Wienerle und Brezen in den Kirchgarten eingeladen. Um 14.30 Uhr finden die traditionellen Tänze der Lindenkinder und der Lindenjugend statt. Die musikalische Begleitung kommt wie jedes Jahr vom Musikverein Mainleus. Außerdem sprechen die Ehrengäste, die sich zur Mangersreuther Kerwa immer in großer Zahl die Ehre geben, ein paar Grußworte.
Die Kirchengemeinde versorgt die Besucher im gemütlichen Kirchgarten unter anderem mit Kaffee, Kuchen und Bratwürsten.
Für die kleinen Besucher bieten der Kindergarten und die Kirchengemeinde zahlreiche Aktivitäten an, zum Beispiel Hüpfburg, Kinderschminken, Basteln und Spiele rund um die Kirche.
Um 17 Uhr endet der Nachmittag mit der Kirchweihschlussandacht mit Pfarrerin Bettina Weber in der Kirche.

Aus der Kirchengeschichte:

Im Jahr 1361 wurde eine Mangersreuther Kapelle erstmals urkundlich erwähnt. In der Folgezeit entwickelte sich die Kapelle mit ihren wunderwirkenden Marienbildern zur Wallfahrtskirche. 1491 wurde auf Grund der großen Zahlen der Wallfahrten die Kapelle zur Kirche vergrößert, indem das Langschiff und der Turm an den bestehenden Chorraum angebaut wurden. 1528 beendete die Einführung der Reformation in Kulmbach die Wallfahrten.
In der Nacht vom 14. zum 15. Juli 1553 tobte ein Sturm der Vernichtung im Rahmen des Bundesständischen Krieges über dem Kulmbacher Land, der auch für Mangersreuth viel Leid brachte. Dorf und Kirche wurden ein Raub der Flammen.