OBERLANGHEIM. Dank einer Mischung aus musikalischen Einlagen, Sport und vielen fränkischen Spezialitäten, kredenzt in den beiden Gastwirtschaften, wird es auf der Oberlangheimer Kirchweih am kommenden Wochenende bestimmt nicht langweilig.
Am Samstag, um 15 Uhr, werden im "Abt Candidus Stadion" die sportlichen Akzente zur Kirchweih gesetzt. In einem Gaudifußballspiel stehen sich der Bayern Fanclub Oberlangheim und der Bayern Fanclub Leuchsental gegenüber. Für Speis und Trank ist gesorgt. Bei Regen können die Besucher das Spiel geschützt von Wind und Wetter verfolgen.
Am Sonntag beginnt um 9 Uhr das Hochamt, das Leonhard Meixner an der Kirchenorgel musikalisch begleitet. Um 13.30 Uhr erfreuen dann bei einem Standkonzert die Leuchsentaler Musikanten aus Mistelfeld die Kirchweihbesucher auf dem Dorfplatz mit böhmischen und österreichischen Melodien. Bei zünftiger Musik und typischen fränkischen Spezialitäten feiern die Oberlangheimer mit Gästen aus nah und fern bis zum Dienstag ihre Kirchweih. Die beiden im ganzen Lichtenfels Landkreis bekannten Gastwirtschaften werden Feinschmecker mit diversen Schmankerln verwöhnen.
Die bis zur Gemeindegebietsreform eigenständige politische Gemeinde gehört pfarrlich zur Pfarrei Uetzing. Eine eigene Filialkirchenverwaltung betreut und pflegt die Dorfkirche, die dem heiligen Erzengel Michael geweiht ist. Kirchlich wird Oberlangheim von Bad Staffelstein betreut. Im vierzehntägigen Wechsel findet ein Gottesdienst am Dienstagabend statt, darüber hinaus wird am Patronatsfest St. Michael und zur Kirchweih jeweils ein Sonntagsgottesdienst in Oberlangheim zelebriert.
Dem 1906 gegründeten Kapellenbauverein gelang um 1907 die Finanzierung des Gotteshauses. Der in Bamberg lebende Privatier Fischer, ein gebürtiger Oberlangheimer, hatte durch reichliche Mittel die Ausführung des Baues ermöglicht, hinzu kam eine Spende der Familie Dütsch.
Die Pläne fertigte der Bamberger Regierungsbaumeister Fritz Fuchsenberger, der eine Reihe von Kirchen und Kapellen entwarf. Den Bau der Oberlangheimer Kapelle leitete der örtliche Maurermeister Johann Dütsch, die Zimmermannsarbeiten führte der Mistelfelder Lorenz Müller aus.
Im Jahr 1908 erhielten die Oberlangheimer den ehemaligen Hochaltar der Langheimer Kirche St. Michael, der einstigen Sepulturkapelle des Klosters. Am 24. Oktober 1909 wurde die Kapelle St. Michael vom Bamberger Domkapitular Dr. Friedrich Karl Hümmer benediziert. gkl