"Nach dem Essen sollst du ruhn oder 1 000 Schritte tun" - wer kennt nicht dieses seltsame Sprichwort, das einen aber in Wirklichkeit ratlos lässt, was denn jetzt besser ist.
Sich direkt nach dem Essen hinzulegen, ist sicher nicht immer die beste Idee, auch wenn das Sprichwort zum Ruhen geradezu einlädt. Aber auch eine große sportliche Belastung ist nicht empfehlenswert, da die Leistungsfähigkeit auf Grund der Verdauungstätigkeit nach dem Essen herabgesetzt ist.
Ein Spaziergang ist aber sicherlich nicht der angesprochene Leistungssport. Aber er bewirkt, dass der Körper mehr durchblutet wird und somit der Darm auf Touren kommt und das wirkt wieder verdauungsfördernd.
Japanische Forscher ermittelten, dass ein Schlaf in den ersten drei Stunden nach der Mahlzeit die Wahrscheinlichkeit für Sodbrennen erhöht - und zwar um mehr als das Siebenfache gegenüber denjenigen, die erst einmal vier Stunden warten, bis sie sich in die Waagrechte begeben. Genau diese Waagrechte ist das Problem, weil sie den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre fördert. Besser also, man bleibt senkrecht und nutzt die Zeit nach dem Essen für einen Spaziergang.
US-Wissenschaftler fanden noch etwas anderes heraus. Ein lockerer 15-Minuten-Speziergang nach jeder Mahlzeit half einen Anstieg des Blutzuckerspiegels zu bremsen. Und noch mehr: Um den Blutzucker über 24 Stunden zu senken, waren drei kürzere Spaziergänge ebenso effektiv wie ein 45-minütiger Spaziergang im gleichen Tempo. Darüber hinaus zeigte sich, dass sich der Verdauungsspaziergang besonders im Anschluss an die Abendmahlzeit lohnt.
Eine Studie der "Harvard University" an 400 000 Personen fand noch etwas ganz anderes heraus: 15 Minuten täglich mit moderater Bewegung bringen drei zusätzliche Lebensjahre ein. Jede weitere Viertelstunde mit Bewegung reduziere das Todesrisiko um jeweils vier Prozent.
Haben Sie schon hochgerechnet? Rein rechnerisch würde das bedeuten, dass sie bei täglich sechs Stunden Bewegung überhaupt nicht mehr sterben würden. gg