Uehlfeld. Bei der Gänsmarktkerwa ist - von A wie Auto bis Z wie Zibala - alles zu finden, was das Herz begehrt.
Mit einer Kerwa hat das bunte Treiben nichts zu tun. Es heißt eben so und der Name ist geblieben, auch wenn keiner mehr weiß, warum eigentlich. Auf "Markt" muss man die Betonung legen. Rund um Kirchen-, Goethe- und Raiffeisenstraße bieten nämlich 30 regionale Aussteller ihre Waren feil.
Etliche ortsansässige Vereine mischen mit und präsentieren sich an ihren Ständen. Die Bewirtung hat der Förderverein des Kindergartens übernommen.
Dort können auch die Kleinen spielen, genauso wie beim Zwergentreff. Auch an manch anderer Stelle gibt"s Leckeres zu kosten - vom Wein bis zum selbstgebackenen Kuchen.
Bei der Autoausstellung kann der e-Golf begutachtet werden - ein Wagen mit einem 85 kW starken Elektromotor, der in dem nach Energieneutralität strebenden Uehlfeld auch von Firmenchef und Bürgermeister Werner Stöcker für Dienstfahrten in Anspruch genommen wird.
Junggeflügel aller Art gibt es beim Stand von Motsios, dem Geflügelhof, der mit der Uehlfelder Gänsmarktkerwa verbunden ist wie fast kein zweiter.
Gänse, Enten, Puten, Hühner - hier decken sich Geflügelliebhaber ein. Und alle wissen: am besten frühzeitig kommen. Da ist die Auswahl am größten und der Transport für die Küken nicht so anstrengend.
Am Nachmittag spielen in der Kirchgasse die "Gänsmarktfregger". Diese aus dem örtlichen Posaunenchor hervorgegangene Blechblasgruppe sorgt mit ihrer Musik für gute Laune - bei privaten Feiern genauso wie am Gänsmarkt. Und warum "Gänsmarkt" bei so einem bunten Angebot an Waren und Unterhaltung?
Der ursprüngliche Ausgangspunkt heißt so, der Platz vor der alten Synagoge und späteren Raiffeisenlagerhalle. Vor vielen Jahren versammelte man dort regelmäßig Geflügel, um es auf die dahinterliegenden Aischwiesen zur Weide zu treiben. Der Name ist geblieben - jetzt wuseln eben die Menschen noch einmal im Jahr an dieser Stelle. sw