Der Gemeindeteil von Ebelsbach an der Grenze von Unterfranken liegt idyllisch im Lautergrund und ist derzeit durch Straßenbaumaßnahmen eigentlich nur aus Oberfranken zu erreichen. Aber die Kirchweihbesucher werden dazu ihre Wege finden.


Ausbau der Staatsstraße

Lange hat man im Lautergrund auf den Ausbau der Staatsstraße 2281 gewartet, der nun voll im Gange ist. Im Bereich der Gemeinde Breitbrunn ist er in den letzten Monaten von Kottendorf bis Lußberg vollendet worden; derzeit wird das Teilstück von Lußberg nach Rudendorf verbreitert und neu ausgebaut. Dazu kommt noch, dass im Ebelsbachtal der 1. Bauabschnitt an der Staatsstraße 2274 begonnen hat und damit auch die Zufahrt aus dem Maintal in Richtung Schönbrunn und Rudendorf nicht möglich ist. Die Bewohner oder auch Anlieferer haben deswegen zurzeit größere Umwege hinzunehmen.
In der Kirche von Rudendorf, 1953 auf dem früheren Schloßberg gebaut, ist am Sonntag um 10 Uhr der Kirchweihgottesdienst. Wie der Name anzeigt, hatte Rudendorf ein Schloss, von dem jedoch nur überliefert wird, dass es 1796 abgerissen wurde, vermutlich aufgrund der durch französische Revolutionstruppen angerichteten Verwüstungen.


Wechselvolle Geschichte

Der kleine Ort erlebte eine sehr wechselvolle Geschichte. Die Rodungssiedlung gehörte bis 1248 zur Burg Stufenberg oder Stiefenberg, einer Festung des Herzogs und Grafen Otto von Meran. Nach seiner Ermordung fiel die Burg 1248 an die Grafen von Truhedingen. Der letzte Graf aus dieser Familie verkaufte den Ort dann 1445 an die Herren von Giech und unter ihrer Herrschaft kam es 1482 zur Teilung. Veit von Rotenhan erwarb die eine und Götz von Rotenhan 1520 die andere Dorfhälfte. Seitdem gehörte es zum Zentgericht Rentweinsdorf und wurde so Streitobjekt zwischen den Rotenhan und den Bamberger Bischöfen. 1524 endete dieser Streit mit einem Vergleich.
1533 führte Hans von Rotenhan die Reformation ein und sein Enkel Hans Georg stiftete zusammen mit seinem Bruder Christoph zwischen 1580 und 1600 eine protestantische Pfarrei. 1616 ließ Eva von Rotenhan eine Kirche bauen. Im Dreißigjährigen Krieg starb der Ort jedoch völlig aus und wurde dann erst durch Matthäus von Rotenhan wieder neu besiedelt. Bis 1848 war er im Besitz der Familie von Rotenhan.
Immerhin wurde im dem kleinen Ort schon 1691 Schule gehalten, was sicherlich ein Verdienst der Herren von Rotenhan war. Das Schulhaus von 1872 wurde 1960/61 sogar durch einen Neubau ersetzt. Natürlich ist dort schon lange kein Schulunterricht mehr. Es wurde umgebaut und dient heute der Feuerwehr und den Vereinen für Veranstaltungen. gg