Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt thront stolz über dem gesamten Ort. Sie gehört zum "Dreigestirn" zusammen mit dem Wasserschloss der Stauffenbergs und dem Pfarrhaus. Der Kirchweihgottesdienst in der Pfarrkirche ist am Sonntag um 10 Uhr.
Kirchlauter sieht sich gerne als Mittelpunkt der "Heiligen Länder" und wurde ja auch 1446 zur Pfarrei erhoben. Ein Lehenseintrag aus dem Jahre 1373 weist darauf hin, dass es zu dieser Zeit schon eine Kirche gab. An Stelle dieser mittelalterlichen Kirche entstand zwischen 1752 bis 1754 die heutige katholische Pfarrkirche.
Die Menschen, die am Lutere-Bach Fuß gefasst haben, muss das klare, reine erfrischende Wasser so beeindruckt haben, dass sie sogar ihre Siedlung danach benannten. Das althochdeutsche Wort "luttar" oder "lutter aha", was so viel wie reines, lauteres Wasser bedeutet, hat sich dann durch eine sprachliche Verschiebung zum Namen "Lauter" entwickelt. 1145 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt.
Die fränkische Kerwa geht auf die Kirchweihe zurück, hat sich aber immer mehr zu einem gesellschaftlichen Fest entwickelt. Das Kirchweihfest ist in einer Dorfordnung aus dem Jahre 1480 und 1600 beschrieben. In der Chronik, die anlässlich des 850-jährigen Bestehens im Jahre 1995 herauskam, stößt man auf folgenden Text: "An Kirchweih sollen Speisen und Getränke gereicht, jedoch darauf geachtet werden, dass sich weder Streit und Raufereien noch Unfriede und Geschrei entwickeln können und dass die Jugend nur bis um 7 Uhr bleibe. Wer dagegen verstoße, müsse Strafe zahlen." Außen an der Schlossmauer entlang durften an diesen Tagen auch auswärtige Händler ihre Stände zum Verkauf ihrer Waren aufstellen, auch fahrende Leute wurden geduldet.
Heute gibt es einen kleinen Vergnügungspark für die Kinder und Jugendlichen. Von den ehemals drei Gastwirtschaften gibt es nun wieder zwei, die fränkische Kirchweihspezialitäten anbieten. Außerdem lädt der VfR Kirchlauter in sein Sportheim ein. Die 1. Mannschaft tritt am Sonntag um 15 Uhr gegen die SpVgg Untertheres an. gg