FÖRTSCHWIND. Das kommende Wochenende ist in Förtschwind fest verplant. Kirchweih ist ein Projekt, das die meisten der knapp 100 Einwohner im östlichsten Höchstadter Stadtteil beschäftigt. Sie will gut vorbereitet sein, denn in den umliegenden Ortschaften und auch weiter weg ist bekannt, dass die Förtschwinder Kerwa das ganze Dorf rockt.

Eine große Wiese dient als Parkplatz, wenn am Freitagabend "Justice" das Festzelt füllt. "Woher die Leute alle kommen, wissen wir gar nicht", so Cheforganisator Christian Spindler. "Das Zelt aber ist immer voll." Einen Leckerbissen gibt"s obendrauf: "Times that remain", eine junge Band mit großen Ambitionen, tritt als Vorband auf. Steffen Scharold, Alexander Ulrich, Peter Henkelmann und Sebastian Baumüller sind mehr als nur Stimmungsanheizer für den ersten Kerwaabend.

Wer mehr auf traditionellere Stimmungsmusik steht, besucht am Samstagabend das Gastspiel der "Partykracher". Zum besseren Durchhalten für eine lange Nacht kann man sich vorher noch am Guten vom Schwein laben - Kesselfleisch samt Blut- und Leberwörscht bieten eine gute Unterlage bis in die späten Stunden.

Der Höhepunkt am Sonntag ist das große Fischerstechen. Auch wenn der Wasserstand im Weiher niedrig sein dürfte, zum Nass werden beim Reinpurzeln reicht er allemal - und darauf warten die wohlig im Trockenen sitzenden Zuschauer doch nur. In diesem Jahr sind mehr Mannschaften als sonst geplant - sogar eine Damenmannschaft soll dabei sein. Abends spielt die Blaskapelle Zentbechhofen - die Musikanten aus dem Nachbarort sind herzlich willkommen.

"Dochrinna" statt "Con Brio"

Montagnachmittag wird es noch einmal richtig gemütlich. Bei Kaffee und Kuchen, Krapfen und natürlich jeder Menge guten Laune sitzen die Förtschwinder und ihre Gäste vergnügt zusammen. Gegen Abend kommt dann noch der leckere Zwiebelkuchen - von den Damen im Ort selbst im Steinofen gebacken und so frisch, wie man ihn sonst nirgendwo kriegt. Die vergossenen Tränen beim Schneiden der Zwiebeln sind dann schon Geschichte - Hauptsache, es schmeckt allen! Noch einmal Musik am Abend mit "Dochrinna", die für die kurzfristig ausgefallenen Band "Duo Con Brio" einspringt, dann ist die Förtschwinder Kerwa vorbei. Doch an diese vier Tage erinnert man sich bestimmt noch lange. sw