Der Legende nach war der Hl. Bonifatius der mutmaßliche Gründer von Bischofsheim, als er nämlich auf seinen Reisen von Fulda nach Salz hier Rast machte und um 750 n.Chr. ein kleines Kloster errichtete.
Damit zählt Bischofsheim wohl zu den ältesten Siedlungen im Brendtal. Da der Begriff "Rhön" erst später aufkam und sich ursprünglich nur auf das bewaldete Bergland der Hohen Rhön bezog, erhielt es den Zusatz "an der Rhön".
Dieser ist bis heute geblieben, obwohl nun das gesamte Gebiet zwischen Werra und Main, fränkischer Saale und Fulda zur Rhön zählt und Bischofsheim damit mittendrin liegt! Die Kernstadt von Bischofsheim ist in Form des so genannten "Fränkischen Rundlings" angelegt.
Die stetigen Grenzstreitigkeiten zwischen den Äbten von Fulda und den Bischöfen von Würzburg waren wohl ausschlaggebend dafür, dass Bischofsheim zu einem befestigten Platz ausgebaut wurde.
Bei einem gemütlichen Spaziergang auf dem Altstadtrundgang und Holzskulpturenweg können Besucher romantische und verträumte Ecken, beispielsweise entlang der historischen Stadtmauer, ausfindig machen und sich auf eine "kunsthistorische Entdeckungstour" begeben. Die wunderschöne Natur um Bischofsheim lädt zu ausgedehnten Wanderungen und Mountainbiketouren ein, auf bestens markierten Wegen und Routen, darunter die Premiumwege Kreuzbergtour und eines der wohl schönsten Teilstücke des Hochrhöners, sowie der neu angelegte Flowtrail für Mountainbiker am Kreuzberg. Das Kloster Kreuzberg lockt mit seiner prachtvollen Wallfahrtskirche und mit dem berühmten Kreuzbergbier.
Sport- und Freizeitmöglichkeiten: Wandern, Mountainbiken, Radfahren, Inlineskaten, Nordic Walking, Ballonfahren, Hallenbad mit Sauna, neu saniertes Freibad, Kletter- und Erlebnispark, Minigolf, Wasserspielplatz mit Kneipptretbecken, Klanggarten, Loipen, Skilifte, Rodelhang, moderne Skisprunganlage (mit Mattenbelag).
Jahreshöhepunkte: Fastnacht, Kulinarische Aktionswochen, Wander- und Naturerlebniswochen, Missio-Camp, Stadtfest, Kirchweih, Winterwochen.


Die Ruine Osterburg über der Stadt Bischofsheim

Als hochmittelalterliches Verwaltungszentrum Würzburgs im Brendtal und Grenzfestung gegen das Hochstift Fulda hatte die Osterburg, auf dem damals wohl freien Basaltkegel oberhalb Bischofsheims, herausragende Bedeutung. Lange glaubte man, dass sie schon im 13. Jahrhundert zerstört wurde. Bei der Sanierung unter der fachmännischen Begleitung von Burgenforscher Dr. Zeune in den letzten Jahren deuteten sich jedoch zum Teil spektakuläre Überraschungen an. So wurden zum Beispiel noch im 16. Jahrhundert umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt. Auch der Grundriss ist nach den neuesten Erkenntnissen der Fachleute widerlegt. Unbestritten ist hingegen, dass die Osterburg lange Zeit in Vergessenheit geraten war und ihre Reste vollständig überwuchert waren, als sie Forstmeister Fuchs 1897 beim Straßenbau entdeckte. Obwohl viel im Laufe der Zeit verloren ging, ist das, was blieb, eindrucksvoll. Bei der Freilegung des Mauerwerks kamen etwa Basaltsäulen von über vier Metern Höhe zum Vorschein, die die Burg ursprünglich trugen. Die Sage vom Tunnel nach Frankenheim ließ sich allerdings bisher noch nicht bestätigen. Durch die Initiative des Vereins "Freunde der Osterburg e.V." wird die Burgruine nun wieder erlebbar gemacht. Ein Besuch der Osterburg ist ein Muss für jeden geschichtlich und landschaftlich Interessierten.