RATTELSDORF. Mit dem Aufstellen des Kirchweihbaumes am Freitag, 19. Juni, am Marktplatz beginnt die traditionelle "Kerwa". Gefeiert wird bis einschließlich Montag, 22. Juni.
Seit 1995 hat der Ortskulturring nach längerer Pause die Tradition des Kirchweihbaum aufstellens wieder aufgenommen. Am Freitag wird der Baum aus dem Wald geholt und festlich geschmückt. Um 17.45 Uhr stellt sich der Festzug in der Bamberger Straße auf. Begleitet von den "Itzgrunder Musikanten" wird der Baum zum Marktplatz transportiert und dort aufgestellt.
Rund um den Marktplatz und im Schulhof spielt sich an allen drei Kirchweihtagen Tagen der Festbetrieb ab. Zu den Traditionen gehört das "Gaaßbockrenna". Dieses Event organisiert der BCR (Bierclub Rattelsdorf) am Montag, 22. Juni, um 16 Uhr.
Spezielle Leckereien zur Kerwa gibt es in den Gastwirtschaften. Von typisch fränkisch bis international ist für verwöhnte Gaumen alles geboten. Dazu wird immer ein guter Tropfen serviert.
Im Mittelpunkt der kirchlichen Feierlichkeiten steht die Pfarrkirche St. Peter und Paul. Hier zelebriert Pfarrer Reinhold Braun am Sonntag, 21. Juni, um 10 Uhr die Festmessfeier.


Dreifachjubiläum

Gefeiert wird in Rattelsdorf nicht nur an der "Kerwa". Es gibt ein reges Vereinsleben und es finden regelmäßig Feste statt. So wird im Juli und August noch ein Dreifachjubiläum gefeiert. Die Bevölkerung gedenkt historischer Ereignisse. Es ist 1000 Jahre her, dass Kaiser Heinrich II. den Fronhof Rattelsdorf vom Kloster Fulda erwarb und dem Kloster Michelsberg schenkte. Vor 550 Jahren wurde die Pfarrkirche Sankt Peter und Paul in ihrer heutigen Form konsekriert. Pfarrer Jakob Christoph Jäger stiftete vor 250 Jahren die Marienstatue und weihte sie am Vorabend von Mariä Himmelfahrt 1765 ein.
Für Gäste ist Rattelsdorf ein lohnendes Ziel. Das Dorf liegt idyllisch im Itzgrund und ist auch über Fahrradwege sehr gut zu erreichen. Ein Anziehungspunkt ist der ensemblegeschützte Marktplatz mit seinen schönen Fachwerkhäusern. Blickfang ist hier die Marienstatue von Ferdinand Tietz. Weitere historische Gebäude findet man um die Pfarrkirche Sankt Peter und Paul mit Pfarrhaus und Pfarrheim sowie dem Schulturm. Den Klosterhof, mit dem Prälatenbau, dem Kastenhof und dem barocken Garten findet der Besucher gleich nebenan. Außerdem können die Gäste immer ein gutes gastronomisches Angebot genießen.
Renate Neubecker