Langenstadt. Sie ist etwas ganz Besonderes, die Langenstädter Kerwa. Denn im Neudrossenfelder Ortsteil wird noch so richtig die Tradition gepflegt. Denn Langenstadt ist einer der ganz wenigen Orte in Franken, wo auf einer Linde getanzt werden kann und so das Brauchtum hochgehalten wird.
Das Dorf mit der historischen Vergangenheit, in dem vor 750 Jahren der Langenstädter Frieden geschlossen wurde, hält zusammen, und steht durch die Ortsburschen und Ortsmadla jetzt wieder für vier Tage im Blickpunkt des Interesses.
Vom Donnerstag, 27. August, bis Montag, 31. August, feiert man echt fränkisch, mit allem was dazu gehört. Am Donnerstagabend steigt die Wirtshauskerwa mit Krenfleisch, Kopffleisch und anderen Spezialitäten der Metzgerei Hübner. Da läuft einem bereits vorher das Wasser im Mund zusammen.
Am Freitag darf man sich ab 20 Uhr auf das traditionelle "Runterspielen" der Ortsburschen freuen, danach trifft man sich zum Kerwatanz im Gasthaus "Zur Linde" in Langenstadt. Dazu gibt es Musik von DJ Udo B und Barbetrieb.
Am Samstag gibt es ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen sowie Bratwürste und Steaks. Ab 15.30 Uhr trifft sich alles zum Kerwasspiel am Bolzplatz/Spielplatz beim Feuerwehrhaus.
Beim Gaudispiel treten Ledige gegen Verheiratete an. Eine Menge Spaß in ungewohntem Outfit ist garantiert, ehe nach dem Match in der Bar die Nacht ausklingt.
Das "Runterspielen" am Sonntag beginnt um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen an der Linde. Abends laden warme Speisen im Gasthaus "Zur Linde" zum Verweilen ein.
Zum Ausklang steigt am Montag ab 8 Uhr das "Rumspielen" in Buch am Sand und Langenstadt von Haus zu Haus, voraus Musik und der mit Bier gefüllte Sprenger, aus dem man gegen einen Obolus einen Schluck nehmen darf.
Die Ortsburschen mit Schürze und die Ortsmadla mit Dirndl gewandet, tanzen unter und auf der Linde, laute Juchzer und der zigfache Ruf "Wer hot Kerwa, mir hom Kerwa" wird das Dorf während des Kerwazuges aus seiner sonstigen Beschaulichkeit wecken. Wer einmal die Langenstädter Kerwa erlebt hat, kommt gerne wieder, lässt sich von der Atmosphäre mitreißen.
Man hat nichts unversucht gelassen, den hoffentlich vielen Besuchern ein paar nette Tage zu bereiten. Am Montagabend klingt die Kerwa dann allmählich aus.