Schon mit dem Schulhausneubau in Burkheim in den Jahren 1957 bis 1958 verlangte das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg von der damaligen eigenständigen Gemeinde Burkheim einen Gemeinderatsbeschluss, in dem sich die Gemeinde verpflichtet, entsprechende Voraussetzungen für den Schülergottesdienst zu schaffen. Entweder sollte die baufällig gewordene alte Kapelle saniert oder vergrößert werden oder eine neue Kirche gebaut werden.
Daraufhin wurde am 26. September 1962 in der Gastwirtschaft Püls (heute Gasthof Fiedler) der Katholische Kapellenbauverein Burkheim gegründet. Im Jahr 1963 wurden die Planungen vorbereitet und die Finanzierungsmöglichkeiten erörtert.


Finanzierung durch Spenden und Zuwendung

Der Grundstock der Finanzierung wurde durch die vielen Spenden der Burkheimer Bürger und durch eine Zuwendung der damaligen selbstständigen Gemeinde Burkheim gelegt.

Ebenso wurde das für die Kirche benötigte Holz von Burkheimern gespendet.
Anfang 1964 waren die Pläne, die Oberamtmann Ruff kostenlos angefertigt hatte, bereits genehmigt. Plötzlich kam dann aus Bamberg die Nachricht, diesen Bau nicht zu genehmigen. Auch der damalige Pfarrer aus Altenkunstadt wollte dieses Vorhaben verhindern.
Nach heftigen Diskussionen und Gesprächen kam dann doch im Juni die Genehmigung.
Am 15. Juli 1964 war Grundsteinlegung und Baubeginn. Im Herbst 1964 konnte schon Richtfest gefeiert werden.
Am 10. April 1966, am 2. Osterfeiertag, wurden die zwei Glocken von Pfarrer Lang gesegnet. Die Bürger entschieden sich in einer einberufenen Versammlung, der Kapelle den Namen "Heilig Kreuz Kapelle" zu geben.
Am 5. Juli 1966 wurde die alte "Marienkapelle" abgerissen, gewiss mit einem Tropfen Wehmut, denn die Burkheimer hatten ihre alte Kapelle, die im ausgehenden 19.

Jahrhundert im neugotischen Stil errichtet wurde, lieb gewonnen.
Am 24. Juli 1966 wurde die Weihe des neuen Gotteshauses durch Pater Dr. Georg Köstner (ein gebürtiger Burkheimer), Pater Hans Will (ein gebürtiger Pfaffendorfer) und Pater Dr. Schenzle (von den Pallottinern aus Untermerzbach) sowie vom Burkheimer Pfarrer, Geistlicher Rat Georg Lang aus Altenkunstadt, vorgenommen. Im Rahmen der Dorferneuerung im Jahr 1989 wurde auch die Kapelle einbezogen und erhielt einen neuen Außenanstrich.


Aufwändige Sanierung

In den Jahren 2007/2008 wurde unter großem Kostenaufwand die Kapelle grundlegend saniert. Es war eine Trockenlegung der Mauern und des Inneren nötig geworden. Der Boden, Elektroanlagen, Decke, Altar, Beleuchtung sowie Innen- und Außenputz wurden erneuert.

Auch hier konnte die Finanzierung nur durch die großzügigen Spenden der Bürger aus Burkheim gesichert werden.
Am kommenden Sonntag, 24. Juli, feiern die Burkheimer den 50. Weihetag dieser Kirche. Zu diesem Anlass wurde auch eine neue Orgel für die Kapelle angeschafft, die im Festgottesdienst, der um 10 Uhr beginnt, eingeweiht wird. Der Katholische Kapellenbauverein lädt zu diesem festlichen Anlass alle Burkheimer und die gesamte Bevölkerung aus nah und fern ein. Der Festgottesdienst wird auch im Außenbereich übertragen. Die weltliche Feier wird im idyllischen Garten der Familie Püls gefeiert. Der Reinerlös des Festes kommt der Finanzierung der neuen Orgel zugute.