Eine gute Nachricht die Freunde des Bockbieres: Sie brauchen auch dieses Jahr nicht auf diese fränkische Bierspezialität, die nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, zu verzichten. Allerdings schaute es eine Zeitlang so aus, als ob die 24. Auflage des Trebgaster "Böckschießen" nicht mehr stattfinden werde. Denn die Familie Wernlein wollte die Organisation nicht mehr übernehmen. Mit Unterstützung des Tennisclubs und in Absprache mit Werner Reißaus wurde eine Einigung erzielt, diese traditionsreiche, im ganzen Landkreis bekannte, Veranstaltung doch durchzuführen.

Zuständig für die Hauptperson des Abends, den Hopfen-Doppelbock, war dieses Jahr Hans Wernlein. Seit Ende September reift ein Sud, das sind etwa 35 Hektoliter, im Lagerkeller. Wenn am übernächsten Samstag das erste Fass angestochen wird, wird der helle Doppelbock 18 Prozent Stammwürze "in sich haben". Der Bräu charakterisiert sein Produkt folgendermaßen: Der Hinweis "hinterfotzig" auf dem Etikett habe schon seine Berechtigung. Man merke am Anfang nicht gleich, dass es ein Bock ist. Er lässt sich schön trinken. Originalton des "Bräu": "Ein, zwei Seidla bollern einfach so nunter." Im Nachgang merke man schön die kräftige, aber nicht unangenehme Hopfenbittere. Davon konnten sich die Akteure des Abends bereits vorher bei einem ersten "Versucherla" im Lagerkeller der Brauerei überzeugen.

Apropos Akteure: Hier wird es ein Wiedersehen mit ehemals bewährten Protagonisten geben. Viele Besucher hatten sich offenbar gewünscht, dass der politische Aspekt wieder etwas mehr betont wird. Garant dafür soll dieses Mal mit Jürgen Peter ein alter Bekannter im Bräustadl sein. Bei ihm wissen viele, was zu erwarten ist. Sicher wird dabei auch die nur kurz zurückliegende bayerische Landtagswahl eine Rolle spielen.

Der "echte Franke" Werner Reißaus, ist "berufsbedingt" jeden Tag im ganzen Landkreis unterwegs. Dabei kann er natürlich genügend Stoff sammeln, um das lokale Geschehen zu skizzieren. Nicolas Peter wird den Abend im Bräustadl moderieren und durch eigene Beiträge ergänzen. Als musikalische Begleiter gehören Theo (Konzertina) und Günther (Akkordeon), bereits zum Inventar der Bockbierprobe.

Die Bewirtung übernimmt in bewährter Weise das Team des Tennisclubs. Kren- und Sauer-Schwarzfleisch mit Kloß, Brotzeit- und Käseteller, sowie Ziebeleskäs, sorgen für eine ordentliche Unterlage, um gegen den "hinterfotzigen Bock" bestehen zu können. Ab nächster Woche wird das unfiltrierte hefetrübe Bier im Fass, in 0,5-Liter-Flaschen und 5-Liter-Dosen angeboten.

Restkarten sind noch in den Geschäftsstellen der VR Bank Oberfranken Mitte in Trebgast, Neuenmarkt und Himmelkron zu den üblichen Öffnungszeiten erhältlich. Dieter Hübner