Während "Wer wird Millionär" aktuell pausiert, zeigt RTL montags um 20.15 Uhr "Die Weisheit der Vielen - Die Show des skurrilen Wissens". Das Quiz ist neu, doch die Idee dahinter gibt es schon lange: Der Sender stellt die Frage, wer mehr weiß - eine Einzelperson oder eine Gruppe. "In einer Gruppe sind wir Menschen schlauer als allein. In dieser Show wollen wir herausfinden, ob diese Theorie heute noch stimmt", erklärt Comedian Ralf Schmitz (51), der die Gameshow moderiert.
"Die Vielen", das sind die 200 Studiogäste - sie treten gegen Einzelkandidaten an. Die Fragen sind alltagsnah: "Wie viele Klopapierrollen verbrauchen wir jährlich pro Kopf?", "Wie viele Minuten tragen die Deutschen durchschnittlich eine Jogginghose am Tag?" oder "Wie viele Menschen haben schon mal im Hotel etwas mitgehen lassen?"
Aufgekratzte Premiere von RTL-Show "Die Weisheit der Vielen"
Zu gewinnen gibt es für die Kandidaten 10.000 Euro. Tippen "die Vielen" besser als die Einzelkandidaten, landet das Geld im Jackpot. Im Finale kann dann der oder die Beste aus dem Publikum um den Jackpot spielen. Ähnlich wie bei "Wer wird Millionär?", lebt "Die Weisheit der Vielen" davon, dass die Zuschauer zu Hause mitschätzen können.
Bisweilen fragt man sich, was die Kandidaten Backstage alles an Getränken bekommen, denn die Laune ist teils irritierend aufgekratzt: Die 60-jährige Iris erzählt aufgeregt von ihrem Traum, Frank Buschmann als Moderator von "Ninja Warrior" abzulösen, traut sich selbst als Kandidatin aber wenig zu: "Ich habe gedacht, bei der ersten Frage fliege ich raus!". Die 10.000 Euro gewinnt sie tatsächlich nicht, denn sie vertippt sich bei der Frage: Wie viele von 1.000 Menschen winken zum Abschied bei einem Online-Termin? Iris tippt auf 111, die Vielen sagen: 284. Die korrekte Antwort: 210 Menschen.
Weil "die Vielen" deutlich besser getippt haben, darf eine von ihnen das Finale mit drei Fragen spielen. Doch ausgerechnet als es um Fragen rund ums Bargeld geht, versagt das zuvor so treffsichere Bauchgefühl der 58-jährigen Publikumskandidatin Anke. Ihr magerer Trostpreis: 500 Euro.
"Lohnt sich nicht" - RTL feiert dennoch "gelungenen Auftakt"
Unter einem Instagrampost von RTL drücken einige Zuschauer ihre Abneigung und Enttäuschung aus. Ralf Schmitz fiel durch ein etwas hektisches Verhalten auf. "Was wirft sich der Quizmaster ein, alle 5 Sekunden lacht er wegen nichts oder über sich selbst … einfach furchtbar …", kritisiert ein Mann. "10 Minuten haben gereicht. Lohnt sich nicht", ist ebenfalls zu lesen.
Eine Frau moniert: "Die Idee der Show war vielversprechend. Allerdings die Umsetzung fand ich nervig. Ewiges und sinnloses Gerede braucht kein Mensch." Doch das Format konnte auch überzeugen. "Schöne Sendung, gerne mehr", lautet ein weiterer Kommentar. RTL lobt sich währenddessen in einer Pressemitteilung für einen "gelungenen Auftakt". Weiter heißt es: "Die Gameshow ist erfolgreich bei RTL gestartet und sicherte sich unter den Privatsendern direkt den Primetime-Sieg." Die Folge habe einen Marktanteil von 8,7 Prozent bei den 14- bis 59-jährigen Zuschauern erzielt.
Auch in der jungen Zielgruppe, den 14- bis 49-Jährigen, habe die Show mit einem Marktanteil von 8,8 Prozent überzeugt, so RTL. Insgesamt sahen demnach 1,40 Millionen Menschen ab drei Jahren die Folge. RTL zeigt "Die Weisheit der Vielen" noch zweimal am Montagabend um 20.15 Uhr und eine Woche zuvor im Stream bei RTL+.
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Quelle: teleschau – der mediendienst