Bei "Maybrit Illner" (ZDF) wagte der deutsch-iranische Journalist Michel Abdollahi eine Prognose über ein Ende des Iran-Krieges und stufte die militärischen Aktionen seitens der USA und Israels nicht als "planlos" ein. Vielmehr sieht Abdollahi darin den "Aufbau einer Geschichte (...), dass man die iranische Bevölkerung auf den Tag X vorbereiten wolle."
Dieser könnte näher sein als gedacht. Schließlich werde bereits am kommenden Dienstag das traditionelle Feuerfest gefeiert. "Das ist ein Tag, der im Iran immer zu Unruhen geführt hat. Es wird geböllert und die Jugend ist auf den Straßen. Es kann sein, dass, wenn die Menschen an diesem Tag auf die Straßen gehen, um auch ihre Wut rauszulassen, dort schon was passiert", mutmaßte er. Zumal das Ende des Fastenmonats Ramadan in diesem Jahr in einer "sehr einmaligen Konstellation" fast auf den gleichen Tag wie das Neujahresfest nach iranischem Kalender falle.
Dass es in der Region so weitergehe wie bisher, schloss Michel Abdollahi aus: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ließe das nicht zu, zudem seien aber auch der wirtschaftliche Druck sowie der Hass und die Wut auf das islamische Regime innerhalb des Irans zu groß: "Als Iranerinnen und Iraner warten wir nur darauf, dass man sagt: 'Geht auf die Straßen, damit wir von diesem System befreit werden'", betonte er. "Wir wollen atmen, wir wollen leben."
Quelle: teleschau – der mediendienst