Nicht gesehen zu werden, das gehört zu den schmerzhaftesten Erfahrungen in vielen Partnerschaften. Genau dieses tiefgehende Gefühl greift das ZDF-"Herzkino" in "Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt" auf. Erzählt wird die Geschichte von Kate Evens (Clelia Sarto). Gemeinsam mit ihrer lebensfrohen Freundin Polly (Fiona Mason) führt sie ein kleines, gemütliches Café. Doch insgeheim träumt Kate von einem eigenen, stimmungsvollen Literaturcafé - ein Herzenswunsch, den sie aus Rücksicht auf ihren Ehemann lange zurückgestellt hat. Ausgerechnet ein Wochenende, das ihrer Liebe neuen Raum und frische Nähe schenken soll, bringt ihre Beziehung nun ins Wanken.

Andrew (Simon Böer), Kates Mann, ist ein leidenschaftlicher und hoch engagierter Meeresbiologe. Seine Berufung erfüllt ihn so sehr, dass für andere Dinge im Leben kaum noch Platz bleibt. Kate hingegen sehnt sich nach Lebendigkeit, nach kleinen Abenteuern und neuen, inspirierenden Impulsen in ihrer Ehe. Oft blickt sie wehmütig auf die schönen, unbeschwerten Momente zurück, die sie einst mit Andrew geteilt hat, und sie hofft, diese verloren geglaubte Nähe und Aufmerksamkeit wiederzufinden. Während sie an das Verbindende glaubt und daran festhält, wirkt Andrew zunehmend distanziert, fast entrückt und vollständig von seiner Arbeit vereinnahmt.

Und dann kam der Philosophieprofessor ...

Schon bald steht ein großer Umbruch bevor: Ein Umzug nach Australien, wo Andrew eine neue, vielversprechende Stelle antreten soll, rückt näher. Doch bevor dieser weitreichende Schritt Wirklichkeit wird, möchte Kate noch einmal an den Ort zurückkehren, an dem alles begann: in ein idyllisches, fast märchenhaft gelegenes Landhotel in Cornwall, geführt von Rita (Barbara Philipp) und Rodney Cumberwell (Ian Dickinson). Vor 20 Jahren haben sich Kate und Andrew hier das Jawort gegeben. Kate erhofft sich eine warme, vertraute Zeit voller Nähe, Erinnerungen und neu entfachter Verbundenheit. Doch statt der ersehnten Zweisamkeit erlebt sie erneut, wie sehr Andrew sich in seine Arbeit flüchtet und sich innerlich immer weiter von ihr entfernt.

Eine unerwartete, beinahe schicksalhafte Wendung nimmt der Aufenthalt, als Kate dem charismatischen und klugen Philosophieprofessor Yamen (Merab Ninidze) begegnet. Durch diese Begegnung gerät vieles in Bewegung, alte Gewissheiten beginnen zu bröckeln, und Kate sieht sich mit einer Frage konfrontiert, die sie nicht länger verdrängen kann: Führt sie wirklich das Leben, das sie glücklich macht?

Parallel dazu entfaltet sich eine zweite Geschichte. Das junge Model Ivy (Rocío Luz) ist frisch verlobt und auf der Suche nach einem besonderen, unvergesslichen Ort für ihre Hochzeit. Im selben Hotel trifft sie auf Finn (Athena Strates), die Tochter der Cumberwells. Was zunächst wie die Planung eines perfekten, romantischen Festes beginnt, entwickelt sich für Ivy zu einer intensiven, persönlichen Reise zu sich selbst. Keine Frage, der Film zeigt, dass selbst unter dem scheinbar stets sonnigen, malerischen Himmel Cornwalls viel Schatten entstehen kann.

Pilcher berührt Millionen von Menschen

Die Verfilmung basiert auf der Kurzgeschichte "Our Holiday" der renommierten Autorin Rosamunde Pilcher, deren Werke weltweit Millionen Leser tief berührt haben. Regie führte Dagmar Seume, die gemeinsam mit Kirsten Harder auch für das Drehbuch verantwortlich ist.

Rosamunde Pilcher, die 2019 im Alter von 94 Jahren verstarb, prägte mit ihren warmen, gefühlvollen Erzählungen über Jahrzehnte hinweg das Genre der romantischen Literatur. Das ZDF-"Herzkino" hat sich seit 1993 mit mehr als 170 Filmen, beginnend mit "Stürmische Begegnungen", als feste Größe für romantische Fernsehfilme etabliert.

"Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt" ist bereits seit Anfang April in der ZDF-Mediathek verfügbar.

Rosamunde Pilcher: Wo Liebe aufhört und wo sie beginnt - So. 12.04. - ZDF: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst