Anders als von ihren Stuttgarter Gästen erwartet besinnt sich Sabrina bei ihrem "perfekten Dinner" in Renningen auf Heimatküche: "Ich gehe zwar gerne Richtung Fine Dining essen, ich hätte aber nicht die Nerven für dieses superexakte Arbeiten." Unter dem Motto "Neigschmeckt 2.0" will sie schwäbische Klassiker, aber neu interpretiert auftischen. Es gibt:

  • Vorspeise: Herrgottsbscheisserle - Maultaschen / Gemüse / Safran
  • Hauptspeise: Zwiebelrostbraten - Rostbraten / Zwiebel / Spätzle
  • Nachspeise: Ofenschlupfer - Vanille / Apfel

Beim Pürieren der Fischfüllung für die Maultaschen streikt der Mixer. Wie gut, dass sich Sabrina als Ingenieurin im Sondermaschinenbau mit Geräten auskennt. Doch zur Reparatur kommt es gar nicht, denn beim Umfüllen der Fischmasse beschließt sie: "So lassen wir's." Immerhin verläuft das Befüllen der Maultaschen sogar besser als erwartet, was Sabrina mit einem freudigen "Juhuuu!" abschließt. Doch zu früh gefreut: Das nächste Hindernis zum "perfekten Dinner" wartet schon in Form des Dosenöffners. "Was ist denn das heute?", wundert sich Sabrina, dass der Öffner ständig durchdreht.

Maultaschen mit Fischfüllung "kannte ich so gar nicht"

Derweil liest Niclas (34) das Menü-Motto und staunt: "Ok, krass!" Er erklärt den schwäbischen Ausdruck: "'Neigschmeckt' heißt 'nicht ortskundig' oder 'Zugezogener'." Alle freuen sich auf die schwäbische Kost, ahnen jedoch nicht, welche Abwandlungen dahinterstecken.

Als Sabrina ihren Gästen verkündet, dass in den Maultaschen eine Fischfüllung versteckt ist, geht ein Raunen durchs Esszimmer. Das bedeutet also das "2.0" im Menü-Titel. "Kannte ich so gar nicht", lässt sich Stefan (38) vom Kabeljau positiv überraschen. Für Niclas gibt es vegane Maultaschen mit Pilzen und Räuchertofu, die ihn jedoch durch mangelnde Würze wenig begeistern: "Es hatte gar keinen Geschmack."

Multitasking am Herd

"Die Hauptschwierigkeit ist das Timing, weil ich jetzt drei, vier Töpfe brauche und drei Pfannen für alles, aber gar nicht alles zeitgleich hier machen kann", stellt sich Sabrina kurz darauf wieder an den Herd, um ihre zwei Versionen des Hauptgangs zuzubereiten. Währenddessen kommt am Tisch die Frage auf: Ist Sabrina als Aalenerin überhaupt eine echte Schwäbin oder eine Ostälblerin? Es beginnt eine Diskussion über die Grenzen der Region. Ebenso darüber, ob die Spätzle gedrückt oder gepresst werden.

Dann wird aufgetischt. Niclas bekommt mit Pastinakenpüree und orientalischem Spitzkohl ein komplett anderes Gericht vorgesetzt: "Wenn ich ehrlich bin, war ich enttäuscht, dass ich keine Spätzle bekommen habe. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass sie sie vegan macht." Die Alternative schmeckt trotzdem. Jonas (33) ist mit seinem Rostbraten glücklich: "Es war super!"

Sabrina misstraut der Espumaflasche

Misstrauisch nähert sich Sabrina der Espumaflasche: "Das Ding und ich, wir sind jetzt nicht so die besten Freunde." Und heute haben sich sowieso alle Küchengeräte gegen sie verschworen: "Die sind heute so gar nicht auf meiner Seite." Doch mit der dritten Patrone lässt sich doch noch ein Schäumchen auf die dekonstruierten Ofenschlupfer dekorieren. Statt Vanille-Eis kriegt Niclas Vanille-Soße zum Sous-vide gegarten Apfel mit Hefezopf-Crunch: "Fand ich bisschen schade."

Mit 32 Punkten schafft es Sabrina immerhin auf den vorerst zweiten Platz und damit sicher aufs Treppchen. Denn nur Stefan kann sie am letzten Abend noch überholen.

Quelle: teleschau – der mediendienst