Bei "Markus Lanz" bezog CDU-Politiker Sepp Müller Stellung zum geplanten Entlastungspaket der schwarz-roten Koalition. Dabei wollte Lanz in Bezug auf den Tankrabatt wissen: "Ist das eine gute Sache?" Sepp Müller reagierte zwiegespalten: "Ich persönlich hätte mir zielgerichtetere Maßnahmen vorstellen können. Das ging aber in der kurzen Zeit nicht. Wir brauchen jetzt die Entlastung." Der Politiker ergänzte nüchtern: "Wir müssen ja auch schauen, wie wir die Probleme, die jetzt anstehen, lösen."
Als sich der Politiker weiter um Kopf und Kragen redete, merkte Lanz an, dass die Ampelkoalition im Jahr 2022 ähnlich argumentiert habe. Damals äußerte Friedrich Merz in einem TV-Interview die harsche Kritik: "Das ist kein Konzept. Das ist wirklich Flickwerk." Lanz hakte amüsiert nach: "Spricht er über die Ampel oder über seine eigene Regierung?" Sepp Müller konterte prompt: "Er hat natürlich über die Ampel gesprochen!" Müller ergänzte, dass "die Ampel am Anfang nicht das Kartellrecht nachgeschärft" habe.
Lanz ließ sich davon nicht beeindrucken und hakte weiter nach, was Sepp Müller von der geplanten 1.000-Euro-Prämie halte. "Sind Sie dafür oder dagegen?", fragte der ZDF-Moderator. Der CDU-Politiker gab zu: "Ich selbst war überrascht." Er ergänzte deutlich: "Ich als Arbeitgeber wäre in der aktuellen wirtschaftlichen Situation dagegen, das zu zahlen." Lanz fragte interessiert: "Und Sie als Herr Müller?" Der Politiker erklärte: "Ich als Herr Müller, als Mitglied der Koalitionsfraktion, habe heute auch dafür geworben, dass im öffentlichen Dienst diese 1.000 Euro nicht gezahlt werden." Eine Aussage, die den Moderator fassungslos machte: "Was ist denn das für ein Vorbild? Sie machen so einen Vorschlag und sagen aber gleich schon mit als Bedienungsanleitung (...): Wir als Staat halten uns da raus."
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Quelle: teleschau – der mediendienst