"Ich bin eine rheinische Frohnatur", weiß Mark (42) aus Kaarst noch nicht, dass die Fröhlichkeit im Laufe des Tages noch mehrfach schwinden wird. Partnerin Alia (41) hat den Senior Berater einer Bank bei der VOX-Show "Das perfekte Dinner" angemeldet, dafür muss sie ihm heute zuarbeiten. "Wenn Mark kocht, sind alle immer ganz begeistert, weil sie wissen: Es wird grandios", schraubt sie die Erwartungen nach oben. Das Probekochen konnte Mark aus Urlaubsgründen erst am Sonntag vor "Dinner"-Start abhalten: "Hat aber funktioniert." Alia hätte ihm dafür jedenfalls "elf von zehn Punkten" gegeben.

"Es wird einen französischen Abend geben", und zwar unter dem Motto "Les quatre saisons" - die vier Jahreszeiten also. Warum? "Ich habe jeden Sommer mindestens vier Wochen in Frankreich in der Ecke von Bordeaux verbracht", erklärt Mark. Es gibt:

  • Vorspeise: Feige / Roquefort / Zwiebel / Crumble
  • Hauptspeise: Kalb / Kartoffel / Trüffel / Ratatouille
  • Nachspeise: Hefe / Rum / Sahne / Frucht

Das Parieren der sehnigen Kalbsbäckchen wird jedoch zur langwierigen Fieselarbeit. Mehrfache Flüche entweichen Marks Mund: "Ich hab die Schnauze gleich voll." Beim Anbraten der Bäckchen geht der Feuermelder an. "Wäre jetzt schlimmer, wenn das Fleisch angebrannt wäre", bewahrt er die Contenance.

Vorspeise mit Diskussionspotenzial

"Der Mark hat von sich selber erzählt, dass er den Spitznamen Flipper hat. Ich glaube, das beschreibt ihn ziemlich gut", weiß Jutta (64), dass sich Mark viel vorgenommen hat. "Er ist lustig, redet sehr viel und kocht sehr gerne und anscheinend gut", beschreibt Kayo (57) den heutigen Gastgeber. Dem Roquefort blickt Albert (31) nach dem Gorgonzola-Dessert vom Vorabend mit gemischten Gefühlen entgegen. Daniel (40) wittert Diskussionspotenzial: "Oh Gott. Hoffentlich wird das nicht wieder ein Thema."

"Die erste Jahreszeit gibt es jetzt, und das ist der Frühling", erklärt Mark den Gästen sein Menü und reicht gleichzeitig den Aperitif "French 75". "Das ist mein Lieblings-Champagner-Cocktail", verrät er - aber auch, dass der Drink ziemlich süffig ist. "Es gibt ja genug zu essen, ne?", schlürft Jutta genüsslich weiter. Mark erzählt außerdem von seiner Endlosbeschäftigung mit den Kalbsbäckchen: "Es war maximal nervig." Ewig musste er die Sehnen entfernen: "Es war eine Vollkatastrophe."

Blauschimmelkäse probiert und "sofort bereut"

Die Feigen werden mit Roquefort überbacken. Außerdem stellt Mark ein Feigen-Confit her. "Roquefort ist ja noch eine Steigerung zu Gorgonzola", meint Jutta. "Da muss ich aber noch mal überlegen, ob mir das gefällt", spielt sie auf Marks Missfallen ihres gestrigen Desserts an. Derweil flucht Mark beim Befüllen der Feigen in der Küche: "Keine der Feigen, die ich davor hatte, war so ätzend und nervtötend wie die hier."

Am Ende wird alles gut. "Eine sehr schöne Kombi", lobt Jutta. Nur Albert kann auch diesmal dem Blauschimmelkäse nichts Positives abgewinnen: "Da habe ich mich getraut - und habe das sofort bereut. Nee."

Beim Finalisieren von Kalbsbäckchen, Kartoffelpüree mit Trüffel und Ratatouille gerät Mark wieder mächtig ins Schwitzen. "Du machst das super!", feuert ihn Albert vom Esstisch aus an. "Nur nicht die Teller fallen lassen", kommentiert Jutta die Hektik. Die Befürchtung, dass das Essen zu kalt sein könnte, kann Jutta Mark nehmen: "Viel zu heiß!" Ein weiteres Lob erleichtert Mark: "Ist gut pariert." Albert hat zum ersten Mal Ratatouille so gegessen, wie er es sich immer gewünscht hat: "Das war ein besonderes Erlebnis."

Show-Cooking "wie im Zirkus"

Das Dessert: Baba au rhum mit Chantilly und flambierten Pflaumen. Das Flambieren lassen sich die Gäste nicht entgehen. "Das war Show, wie im Zirkus", jubelt Albert. "Hat sich gelohnt, Mark", gefällt Daniel das Flammenspiel. Auch geschmacklich: "War ein Knaller." Und so erkocht sich Mark 37 Punkte und die Führung.

Quelle: teleschau – der mediendienst