Bei "Markus Lanz" äußerte Journalistin Julia Löhr scharfe Kritik an der Bundesregierung für die teils träge Umsetzung notwendiger Reformen im Land. Sie sagte: "Ich sehe eine Union und eine SPD, die gelähmt sind vor Angst vor der AfD und deswegen so den Eindruck erwecken: 'Wir müssen hier möglichst wenig verändern. Das wird schon irgendwie so funktionieren. Macht euch keine Sorgen. Keine Zumutungen.' Inzwischen ist ja auch die CDU auf dem Trip, nicht nur die SPD."

Grund genug für Lanz, genauer nachzuhaken: "Zehn Milliarden für Projekte wie Mütterrente, Gastro-Steuer und so weiter. War das ein Fehler?" SPD-Politiker Olaf Lies konterte prompt: "Erstmal war es eine Einigung." Eine Aussage, die Lanz nicht zufriedenstellen konnte: "Aber war es ein Fehler?"

Der Ministerpräsident von Niedersachsen antwortete mit ernstem Blick: "Es ist im Moment ein Problem, dass wir die Punkte alle einzeln diskutieren." Der SPD-Politiker sagte, dass er von der Bundesregierung erwarte, "dass wir nicht zu Zuschauern dieser Debatte werden", die Aufgabe der Bundesregierung werde es sein, "ein Paket vorzulegen, bei dem die SPD und die CDU Schmerzen hat. Denn anders wird es ja nicht gehen."

Als Lanz wissen wollte, was Lies genau vorschwebe, redete sich der Politiker plötzlich um Kopf und Kragen: "Das würde ich jetzt genau nicht nennen!" Dennoch hakte der ZDF-Moderator interessiert nach: "Rente mit 63 abschaffen?" Eine Frage, auf die Lies schwammig antwortete: "Für viele Menschen ist das wie so ein Wimmelbild." Lanz stichelte unbeeindruckt weiter: "Nicht ablenken, Herr Lies!"

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Quelle: teleschau – der mediendienst