Bei "Markus Lanz" reagierte der ehemalige Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin besorgt auf die Rede von US-Präsident Donald Trump, der beim Weltwirtschaftsforum in Davos erneut seinen Anspruch auf Grönland bekräftigt hatte. "Es gibt offensichtlich eine Gemeinsamkeit zwischen Trump und Putin - und die lautet, dass in dem, was sie für ihre Hemisphäre erklären, (...) andere Staaten nur eine eingeschränkte oder keine Souveränität haben", so Trittin ernst.
Besonders problematisch sei dabei Trumps Verhandlungsstil, den Trittin als "Mafia-Style" bezeichnete: "Man haut mal kräftig auf den Tisch und wenn man Gegendruck spürt, erklärt man sich im Zweifelsfall zum Sieger, auch wenn man verloren hat." Der Politiker warnte zudem, dass sich die USA unter Trump zunehmend von der Rolle einer globalen Ordnungsmacht verabschiedet haben: "Er denkt in einer multipolaren Welt der Einflusssphären." Wie Europa darauf reagieren müsse? "Man muss sich auf diesen Transaktionalismus, auf diese Art der Mafia-Verhandlungen einlassen", so Trittin. Er ergänzte, dass die bisherige Strategie der Beschwichtigung sich als Irrweg erwiesen habe und "eine Strategie des Scheiterns gewesen" sei.
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Quelle: teleschau – der mediendienst