Bei "Markus Lanz" lenkten Politiker wie Boris Palmer und Ole von Beust den Blick auf die kommenden Landtagswahlen in Ostdeutschland. In Bezug auf Sachsen-Anhalt zog Palmer sogar eine Zusammenarbeit von CDU und AfD in Betracht und sagte: "Ich bin der Meinung, dass man Alternativen argumentativ abwägen sollte." Der Ex-Grünen-Politiker äußerte dazu die Hoffnung: "Vielleicht kann man sie auf die Art und Weise erfolgreicher kleiner kriegen. Regieren ist nämlich anstrengend!"

Laut Palmer sei es am Ende gefährlicher, "sie hinter der Brandmauer wachsen zu lassen. Ich sage nicht, dass es funktioniert. Aber ich finde, wir müssen die Offenheit, Strategien zu besprechen, zurückgewinnen. Weil bisher wird das arg moralisiert und ich glaube nicht, dass wir damit bisher so gut gefahren sind". Politikwissenschaftler Herfried Münkler warnte daraufhin: "Es ist dann ziemlich sicher, dass die AfD mit (...) 39 Prozent oder so etwas durchmarschiert und die CDU ist gewissermaßen der Junior-Partner dabei."

Laut Münkler würde eine Zusammenarbeit mit der AfD am Ende "dazu führen, dass die CDU die Probleme hat, die die Sozialdemokratie zurzeit hat. Und deswegen sollte sie die Finger davon lassen." CDU-Politiker Ole von Beust ging sogar noch einen Schritt weiter und sagte, er würde bei einer Koalition mit der AfD "überlegen", aus der CDU auszutreten: "Mit solchen Leuten kann man einfach keine Absprachen machen!" Er wetterte weiter: "Mit diesen völkischen Hanseln mich einzulassen, das ist völlig indiskutabel!"

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Quelle: teleschau – der mediendienst